Der Faden ist aller Knäuel Anfang

Der Faden ist aller Knäuel Anfang

Anfänge sind bekanntermaßen nicht immer einfach, auf jeden Fall sind sie spannend und ungewiss.
So geht es auch allen Beteiligten, wenn ein neues Hortjahr beginnt.

Wie finde ich mich unter all den vielen Kindern zurecht? Wie läuft es da? Diese und andere Fragen bewegen die Kinder vorab. Um den intensiven Prozess vom ICH zum WIR gut zu begleiten, haben wir uns im Hort für das Thema „Der Faden ist aller Knäuel Anfang" entschieden, welches uns wie ein roter Faden durch die ersten Wochen im September und Oktober begleitete.
Ein Netz ist immer nur so stark wie jeder einzelne, der es trägt. Diese Erfahrung konnten die Kinder hautnah beim Einstiegsspiel „Spinnennetz" erleben. Jeder durfte den Faden eines Wollknäuels zu einem beliebigen Kind im Kreis werfen. So entstand nach und nach ein dichtes Netz. Dabei lernten sie ganz nebenbei die Lieblingsspeise, die Lieblingsfarbe und das Lieblingstier der anderen Hortkinder kennen und stellten fest, dass es neben Unterschieden auch viele Gemeinsamkeiten untereinander gibt.
Bei verschiedenen Fadentricks erprobten die Kinder anschließend in kleinen Gruppen ihre Geschicklichkeit und Geduld. Um Kooperation und Teamgeist ging es bei den Gemeinschaftsspielen „Tauziehen" und „Fädel den Stift in die Flasche".

 


An vielfältigen Kreativstationen konnten die Kinder schöne Werke rund um den Faden zaubern und hierbei ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten bereichern:
Mit Hammer und Nägel ging es an die Nagelbilder, welche mit schönen Schnüren bespannt wurden. Viel Spaß hatten alle beim Kordeln, welches sowohl alleine funktioniert, als auch im Zweier-Team. Sticken war für viele Kinder eine große Herausforderung. Nach dem Kennenlernen verschiedener Sticharten wie Vorstich, Steppstich und Kreuzstich und dem Anfertigen einer Skizze, stickten die Kinder beeindruckende Stick-Bilder.

 

 

Das lustige Gedicht „Es war einmal ein Faden" von Josef Guggenmoos ließ den roten Faden in allen Köpfen lebendig werden.
Bei einem Kreis, mit einem riesigen Netz als Symbol in der Mitte, erarbeitete die Gruppe gemeinsam, welche Regeln und Rituale für ein gutes Miteinander wichtig sind.
Jetzt spüren wir täglich, wie sich die „Hort-Familie“ immer mehr verknüpft und zusammenwächst. Und so freuen wir uns auf ein erlebnisreiches Hortjahr in einer tragfähigen Gemeinschaft voll intensiver Bindungen.


Ruth Schöner

 

 

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