Werft Blumen statt Bomben!

Werft Blumen statt Bomben!

Eine „Bombenidee“

Unter diesem Slogan stand die finale Aktion der Occupationsgruppe „Natur und Landwirtschaft“ der Jugendschule. Ursprünglich wollten wir uns zum Schuljahresende nur um unser Schulfeld kümmern. Als wir das aber erledigt hatten, gab es noch andere Ideen, wie Duftsäckchen zu nähen. Außerdem machte jemand den Vorschlag, Samenbomben herzustellen.

Eine Bombe und ihre Mission

Samenbomben bestehen aus fruchtbarer Erde, Lehm und insektenfreundlichen Samen. Das Ganze wird mit Wasser verknetet und zu Kugeln gerollt. Die Mission dieser Kugeln ist es, die Stadt grüner und insektenfreundlicher zu gestalten. Diese „Bomben“ sind überaus praktisch, weil sie auch auf nährstoffarmen Boden gut wachsen. Sie haben schließlich ihre eigene Erde.

Samenbomben: Eine Bauanleitung

Wir begannen Lavendel und Minze zu trocknen und nähten aus alten Vorhängen kleine Säckchen. Schließlich banden wir Schilder an die fertig gefüllten Säckchen.

Schöne Blumen und weiter?

Als wir arbeiteten, brachte uns Frau Kerscher einen Brief von UNICEF. Wir entschlossen uns, die Ware zu verkaufen und den Erlös zusammen mit ein paar Spenden an UNICEF zu schicken. Die Spenden gehen an die Kinder der Rohingya-Flüchtlinge, die aus Myanmar nach Bangladesch geflohen sind und dort unter schlimmen Bedingungen in Camps leben müssen. Wir gestalteten Plakate, legten einen Verkaufstermin fest und verkauften ─ am Tag der Zirkusaufführung der Grundschule ─ alles restlos.

11 Schüler : 4 Wochen = Impfschutz gegen Cholera für 215 Kinder

Noch in der Woche darauf gingen wir gemeinsam zur Bank und konnten die stolze Summe von 129,15€ überweisen. Damit könnte man z. B. Cholera-Impfstoff für über 215 Kinder besorgen. Weitere Spenden gehen derzeit noch ein. Falls auch Sie spenden möchten: https://www.unicef.de/informieren/projekte/asien-4300/bangladesch-19362/rohingya-auf-der-flucht-jetzt-spenden/150922

Johanna Ottl, Christina Kerscher

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