Kinderhort mit fester Gruppe von bis zu 37 Kindern
Kurzinfos zum Kinderhort
Rundgang durch unseren Hort
Was erwartet die Kinder im Montessori Kinderhort?
- 5 Räume und ein Außengelände, die ausschließlich den Hortkindern offen stehen
- projektorientiertes Arbeiten: prozessorientiert, über einen längeren Zeitraum (z.B. eine Woche), ganzheitlich und vielseitig, kooperativ, forschend, entdeckend und nachhaltig
- Frei(e) Zeit, Aktionen, Montessori-Projekte, Feste und Feiern der Hortgemeinschaft
- Entscheidungen zu Projekten in demokratischen Prozessen
Wir arbeiten nach den folgenden Grundsätzen der Pädagogik von Maria Montessori:
- die Horträume sind eine vorbereitete Umgebung mit vollständigem und ästhetischem Material
- die pädagogischen Fachkräfte sind Beobachter und Helfer so lange nötig "Erziehung ist Vorbild sein und sonst nichts als Liebe"
- kosmische Erziehung im Sinne der Vermittlung des großen Ganzen und der Zusammenhänge findet im Hort auch durch unsere Wochenthemen statt
- Bewegungs- und Handlungsfreiheit und die Grenzen von sich selbst respektiert bekommen ebenso wie die der anderen zu achten
Tagesablauf an Schultagen
Ein geregelter Tagesablauf ist die Grundlage für eine strukturierte Umgebung, in der sich das Kind wohl fühlt und selbstständig zurechtfindet. Um diese Entwicklung zu unterstützen ist es gemäß Montessori für uns und die Kinder unwahrscheinlich wichtig feste Rahmen und Rituale zu haben. Denn innerhalb dieses festen Rahmens könne die Kinder ihre Selbsttätigkeit entwickeln, welche ihr Selbstvertrauen stärkt, eine innere Sicherheit und Zufriedenheit bietet und sie in der Bewältigung ihres langen Alltags stärkt und unterstützt.
Um das Gruppengeschehen und die Gruppenprozesse möglichst nicht zu stören, gibt es für die Eltern bestimmte Abholzeiten, welche im Tagesablauf fest verankert sind.

Abholzeiten
Montag bis Donnerstag 3 Zeiten möglich:
zwischen 13:55 und 14 Uhr
zwischen 15 und 15:10 Uhr
zwischen 16 und 17 Uhr
Freitag freie Abholzeit:
zwischen 14 und 16:30 Uhr
Je nach Unterrichtsende kommen die Kinder zwischen 11.20 und 13.00 Uhr zu uns in den Hort.
Da vor allem die Kinder der 1. und 2. Jahrgangsstufe um 11.20 Uhr den Hort besuchen, ist dies meist nur eine kleine Gruppe von weniger als 15 Kindern. Diese Kinder genießen es, den gesamten Hort als Kleingruppe „für sich“ zu beanspruchen und je nach persönlichen Interessen gestalten sie ihre Frei(e)Zeit.
Um 13.00 Uhr, wenn alle Kinder anwesend sind, geht es zum Mittagessen in die Küche und den Hausaufgabenraum.
Das Mittagessen wird von einem Caterer geliefert und von den PädagogInnen verteilt. Beim Essen ist uns eine familiäre Atmosphäre besonders wichtig.
Diese Zeit bietet die Möglichkeit sich bei Gesprächen intensiv auszutauschen, aber auch zur Ruhe zu kommen. Basis dafür ist das Erlernen und Pflegen von Tisch- und Esskultur sowie der höflichen Umgangsformen (Danke, Bitte). Um die Kinder in die Aufgaben des praktischen Lebens einzubeziehen, übernehmen sie im Wechsel den Küchendienst und helfen beim Abräumen und Säubern der Tische.
Anschließend gehen alle Kinder um 13.30 Uhr mit den BetreuerInnen nach draußen in den Pausenhof zur „Frischluft-Tankstelle“. Der großflächige Pausenhof bietet vielfältige Spielmöglichkeiten, um sowohl den intensiven Bewegungsbedürfnissen nachzugehen, als auch einen ruhigen Rückzugsort aufzusuchen.
Um 14.00 Uhr beginnt die Hausaufgabenzeit. Die Kinder werden zu Beginn des Hortjahres in drei bis vier Kleingruppen eingeteilt und einer pädagogischen MitarbeiterIn zugeordnet. Diese begleitet die Kinder in ein Klassenzimmer der Grundschule oder in das Hausaufgabenzimmer des Hortes.
Die Kinder der 1. und 2. Jahrgangsstufe arbeiten circa 30 Minuten, die Kinder der 3. und 4. Jahrgangsstufe circa 45 bis 60 Minuten. Jedes Kind soll seine individuellen Hausaufgaben so selbstständig wie möglich erledigen. Die/Die PädagogIn begleitet, beobachtet, dokumentiert, unterstützt und gibt Hilfestellung. Am Ende der Zeit werden die Aufgaben von dem/der PädagogIn nicht korrigiert, da die Lehrkraft dadurch Rückmeldung erhält, ob das Wissen des Kindes bereits gefestigt ist, oder ob noch Übungsbedarf besteht.
Ab 15.00 Uhr befinden sich wieder alle Kinder als Gesamtgruppe in den Räumlichkeiten des Kinderhortes. Bis 16.00 Uhr erleben sie einen ungestörten Rahmen, in welchem sie ihre Freizeit aktiv gestalten können und Gemeinschaftserlebnisse stattfinden. Im täglichen Wechsel haben die Kinder die Möglichkeit auf freiwillige Aktionen und Aktivitäten, Frei(e)Zeit, Gemeinschafts- und Gruppentage und -erlebnisse, Projekte, Feste und Feiern.
Da um 16.00 Uhr viele Kinder zum Bus/Zug gehen oder abgeholt werden, verringert sich die Anzahl der Kinder sehr stark. Die Kinder, welche noch bis 17.00 Uhr im Hort sind, genießen die ruhigere Atmosphäre, gestalten ihre Frei(e)Zeit je nach persönlichen Bedürfnissen und lassen den Tag ausklingen.
Tagesablauf während der Ferienzeit

Bringzeit
täglich zwischen 8 und 10 Uhr
Abholzeit
täglich zwischen 14 und 16 Uhr
In den Ferien hat der Kinderhort von 8.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Dies ist für die Kinder eine schöne Erfahrung, da sie nun den ganzen Tag im Hort sein können. Die Struktur des Tagesablaufes bietet den Kindern intensivere und längere Zeiteinheiten für die individuelle Gestaltung ihrer Freizeit, als während der Schulzeit. Diese gemeinsame Zeit mit den Freunden hat bei den Kindern einen sehr hohen Stellenwert und bereitet ihnen sehr viel Freude.
Die Bringzeit von 8.00 bis 10.00 Uhr bietet den Familien die Möglichkeit in den Ferien entspannter in den Tag zu starten. Die Kinder können in dieser Zeit frei wählen wie und mit wem sie ihre Zeit gestalten möchten.
Jede Ferienwoche steht unter einem bestimmten Thema. Im Rahmen dieses Themas finden verschiedene Projekte und Aktionen statt.
Die Inhalte greifen die Interessen der Kinder und kosmische Themen auf, welche über die gesamte Woche ganzheitlich beleuchtet werden, wie beispielsweise Kunst, Kultur, Sprache, Bewegung, Entspannung, Naturwissenschaft, Umwelt oder Ökologie.
Das Ferienprogramm wird bereits im Vorfeld den Kindern und Eltern bekannt gegeben.
Außerdem finden, wenn möglich, Exkursionen statt, indem wir zu Fuß die nähere Umgebung erkunden, mit dem Bus in Regensburg Museen oder Institutionen besuchen oder mit dem Zug weitere Strecken bewältigen, um ein interessantes Ziel zu erreichen.
Eine große Bereicherung für den Hort ist es, wenn wir ExpertInnen zu uns einladen. Dies sind teilweise Eltern welche sich mit ihrem Fachwissen, ihren Kenntnissen und Fähigkeiten einbringen, aber auch externe ExpertInnen von Firmen, welche zu uns kommen. Diese besonderen Erlebnisse bleiben meist noch lange im Gedächtnis der Kinder verankert.
Das große Zeitfenster im Tagesablauf von 10.00 bis circa 13.00 Uhr bietet für die Ferienprojekte optimale Bedingungen.
Oftmals kochen wir mit den Kindern in den Ferien im Hort selbst. Der gemeinsame Prozess zur Herstellung eines Mittagessens, von der Berechnung der Zutatenmengen über die Planung des Einkaufs bis zur abschließenden Abmessung der Mengen und Art der Zubereitung weckt in den Kindern großes Interesse bezüglich ausgewogener und gesunder Ernährung und sie lernen dadurch die Lebensmittel genauer kennen.
Neben dem Erlernen lebenspraktischer Fähigkeiten machen die Kinder oftmals durch diese Geschmackserlebnisse die Erfahrung „selbst gekocht schmeckt es eben doch am besten“.
Danach geht es für alle Kinder zusammen zur „Frischluft-Tankstelle“, um im Pausenhof die individuellen Bedürfnisse nach Bewegung, Spiel und Rückzug auszuleben.
Die Zeit von 14.00 bis 16.00 Uhr bietet den Eltern ein sehr großes Abholfenster. Die Kinder genießen diese Zeit am Nachmittag zur individuellen Freizeitgestaltung.
Schließtage
Der Kinderhort hat maximal 30 Tage im Hortjahr geschlossen. Hinzu kommen bei Bedarf circa 3 Team-Fortbildungs-Tage im Jahr. Die Ferienschließtage werden den Eltern zu Beginn des Hortjahres bekanntgegeben. Die Eltern können dann, je nach Buchungskategorie, auswählen an welchen Tagen sie eine Ferienbetreuung für ihr Kind benötigen.
Der Kinderhort ist, wie auch die Montessori Grund- und Mittelschule, im Prüfeninger Schloss untergebracht. Dieser Verbund unter einem Dach ist für die Kinder von großem Vorteil, da sie nach Unterrichtsschluss nur kurze Wege bewältigen und dabei nicht einmal das Gebäude verlassen müssen.
Das einzigartige Gebäude verleiht dem Kinderhort sein ganz besonderes Flair. Im Erdgeschoß des Schlosses befinden sich die abgeschlossenen Räumlichkeiten. Innerhalb der Einrichtung können die Kinder je nach ihren Bedürfnissen die vielfältigen Räumlichkeiten nutzen. Diese Räume sind so gestaltet, dass sowohl die Gänge als Spielflächen genutzt werden, als auch verschiedene Funktionsräume eingerichtet sind. Grundsätzlich baut das Raumkonzept auf dem System von laut nach leise auf. Dies bedeutet, dass die Kinder in der Bring- und Abholzone und im Bewegungsraum viele Möglichkeiten haben, ihre Bewegungsbedürfnisse auszuleben. Durch eine Zwischentüre sind der Kreativplatz, der Ruheraum, die Küche und der Hausaufgabenraum, als „ruhiger/leiser“ Bereich abgegrenzt.
- Außengelände...
Hortinnenhof mit Schlosspark-Charakter; Pausenhof mit vielfältigen Spielbereichen für Bewegung, Kontakt mit der Natur oder phantasievolle Rollenspiele. - Bewegungsraum...
Möglichkeit sich zu bewegen, Körpererfahrungen zu sammeln, Einsatz von Kleingeräten für Sport und Spiel, Rückzugsmöglichkeit für intensive Rollenspiele. - Kreativplatz...
Vielfältige Materialien für kreatives und fantasievolles Gestalten. - Ruheraum...
Rückzugsort, um in Ruhe zu spielen, zu bauen, zu konstruieren, zu lesen, Musik zu hören oder zu entspannen. - Küche...
Gemeinsames Mittagessen, Nachmittagssnack, gemütliches Beisammensein oder gelegentlich gemeinsames Kochen und Backen. - Hausaufgabenraum...
Zur Erledigung der Hausaufgaben mit ergänzender Hilfe durch Montessori- Material. Außerhalb der Hausaufgaben-Zeit als Forscherecke mit wechselnden spannenden Materialien nutzbar.
Auf den Spuren von Dinosauriern, Fossilien und Vulkanen
Wir haben mit den Kindern im Herbst 2021 eine lange Reise zurück in die Urzeit unternommen, um zu erfahren, wie das Leben vor einigen Millionen Jahren auf unserem Planeten war.
Wir sind zu Paläontologen geworden, haben die Dinosaurier erforscht, Fossilien selbst gegossen und Vulkane gebaut. Das Highlight am letzten Tag war die Simulation eines Vulkanausbruchs, herbeigeführt durch eine chemische Reaktion. Wir hatten alle mächtig viel Spaß!
Reise einer Kokosnuss
Zwei Wochen lang drehte sich im Sommer 2021 alles um die Kokosnuss. Wir haben mit ihr gebastelt, gebacken, fremde Länder besucht und viel Wissenswertes über sie erfahren.
Jetzt wissen wir, dass die Kokosnuss eigentlich gar keine Nuss ist und eine sehr lange Reise hinter sich hat, bevor sie auf unserem Tisch landet. Wir haben Kokosnüsse geknackt, Raffaello selbst hergestellt und eine Cocktailparty geschmissen… Das Ende unseres zweiwöchigen Programms krönte unsere alljährliche Hortübernachtung mit Grillen im Hortinnenhof, Nachtwanderung und einem gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen.
Der mächtige Ozean
Täglich begaben wir uns im Sommer 2020 auf eine kleine Wissensreise durch die Ozeane.
Gespannt lauschten die Kinder, als es um die Verschmutzung unserer Ozeane ging und jeder hatte konstruktive Ideen, wie die Umweltverschmutzung verhindert werden kann. Als praktische Umsetzung unseres Themas verbrachten wir beispielsweise einen gemeinsamen Tag mit Wasserschlacht und Badespaß in unserem Hortinnenhof. In Zusammenarbeit wurden außerdem Muscheltiere kreiert und ein Ozeanbild gestaltet. Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Tag am Wasser, den wir am Donauspielplatz mit einem Picknick ausklingen ließen.
Glück ist eine Entscheidung
Unser diesjähriges Osterprogramm stand unter dem Motto GLÜCK.
„Was ist Glück für mich?“... war die erste Frage, die wir uns stellten. In gemütlicher Runde besprachen und vermerkten wir allerlei Antworten der Kinder. Jeder erstellte daraufhin seine individuelle Glückslandkarte. Dazu ließ jedes Kind, in Gemeinschaftsarbeit, seine Körperumrisse anzeichnen und füllte diese mit seinem persönlichen Glück. Ob gemalt, geschrieben oder geklebt, alles was glücklich macht wurde in die Glückslandkarte integriert.
Der zweite Tag stand unter dem Motto: „Können mich Lebensmittel glücklich machen?“. Dazu passend hatten die Kinder die Möglichkeit Glückskekse zu backen, zu verzieren und diese im Miteinander zu naschen. Tags darauf überraschten wir die Kinder mit einer Glücksolympiade, bei der der Spaß im Vordergrund stand. Den Abschluss unserer Osterwoche bildete eine Glücksbringer-Bastelstation. Hier konnte jedes Kind seinen individuellen Glücksbringer für sich selbst gestalten, oder diesen an geliebte Freunde und Familie verschenken.
Stand: April 2026
Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit
Montessori-Pädagogik
Der Montessori Kinderhort hat als Grundlage die Pädagogik Maria Montessoris. Die Grundsätze für alle Einrichtungen hat montessori regensburg e.V. in einem Rahmenkonzept niedergeschrieben. Dies ist auf der Homepage www.montessori-regensburg.de einsehbar.
„Hilf mir, es selbst zu tun. Zeige mir, wie es geht. Tu es nicht für mich.
Ich kann und will es allein tun. Hab Geduld meine Wege zu begreifen.
Sie sind vielleicht länger, vielleicht brauche ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche machen will.
Mute mir Fehler und Anstrengung zu denn daraus kann ich lernen.“
(Maria Montessori)
Vorbereitete Umgebung nach Maria Montessori
Die vorbereitete Umgebung bezieht mehrere Aspekte mit ein:
Raumgestaltung …
o bietet den Kindern Bewegungsräume, Raum für Kreativität und Rückzugsmöglichkeiten.
o lädt das Kind zum eigenständigen Handeln und Tun ein.
o fördert die Selbstständigkeit, das Spiel, den Kontakt, die Bewegung, die innere Ordnung des Kindes, das Lernen und Forschen und gibt den Kindern Sicherheit.
(Spiel- und Lern-) Material …
o löst Aktivität aus.
o ist ästhetisch und vollständig.
o ermöglicht dem Kind selbstständig zu arbeiten und durch Erfahrung zu lernen.
Pädagog*in …
o Der/die Erzieher*in ist Gestalter einer vorbereiteten Umgebung und somit wichtiger Bestandteil. Er/sie steht helfend zur Seite und zieht sich zurück, wenn das Kind keine Unterstützung mehr benötigt.
„Nicht das Kind soll sich in der Umgebung anpassen. Sondern wir sollten die Umgebung dem Kind anpassen.“
Die Rolle des Erziehers
In der Montessori-Pädagogik ist die Rolle des/der Erzieher*n von großer Bedeutung. Besonderes Augenmerk liegt auf der Begleitung und Unterstützung des Kindes in seiner Persönlichkeitsentwicklung. Grundlage dafür ist eine differenzierte Beobachtung und Dokumentation. Eine wertschätzende Haltung gegenüber Kindern, Eltern und Kolleg*innen bildet die Basis. In der pädagogischen Arbeit ist stets eine Balance zwischen Freiheiten gewähren und Grenzen setzen gefordert. Um sich der Aufgaben dieser Rolle bewusst zu sein, ist eine hohe Bereitschaft zur (Selbst-) Reflexion unumgänglich.
„Erziehung ist Vorbild sein und sonst nichts als Liebe.“
Kosmische Erziehung
Ein Kernstück der Montessori Pädagogik ist die kosmische Erziehung, welche Maria Montessori auch „das Fenster zur Welt“ nennt.
Das Interesse der Kinder, die Welt zu entdecken und Zusammenhänge zu begreifen, wächst. Sie wollen sowohl im Kinderhort, als auch außerhalb etwas erleben, Erfahrungen sammeln, beobachten, experimentieren, entdecken, staunen, und vieles mehr.
„Einzelheiten lehren, bedeutet Verwirrung stiften. Die Beziehung unter den Dingen herzustellen,
bedeutet Erkenntnisse vermitteln. Alle Dinge sind miteinander verbunden und haben ihren Platz im Universum.“
Bewegungs- und Handlungsfreiheit
Bevor ein Kind in der Lage ist, die Grenzen und Bedürfnisse anderer zu achten, muss es erst die Erfahrung gemacht haben, dass seine eigenen Interessen respektiert werden und es Raum gibt sie umzusetzen und zu erfüllen. Dennoch gilt immer der Grundsatz:
Meine Freiheit endet, wo die Freiheit des Anderen beginnt.
Das Kind im Montessori Kinderhort kann durch die freie Wahl über Ort, Zeit und Dauer einer Tätigkeit, sowie die freie Wahl von Material, Spielpartner und Spielidee im freien Spiel vielseitige eigenständige soziale, kognitive, motorische und emotionale Erfahrungen sammeln.
Schlüsselkompetenzen zur Bewältigung von Entwicklungsaufgaben
In der „Empfehlung für die pädagogische Arbeit in bayrischen Horten“ des Staatsministeriums für Arbeit und Soziales (STMAS) wird der Bildungsauftrag des Hortes definiert. Unser Konzept im Montessori Kinderhort bietet den Kindern einen optimalen Rahmen zur Bildung von Schlüsselkompetenzen für die Bewältigung von Entwicklungsaufgaben. Wir begleiten Kinder im Alter von 6 – 12 Jahren, in ihren individuellen Entwicklungsprozessen von Schlüsselkompetenzen. Diese sind personale Kompetenz, soziale Kompetenz, kognitive Kompetenz und Lernkompetenz.
Kinder brauchen für die Entwicklung personaler Kompetenzen eine soziale Zugehörigkeit, indem sie sich mit Gleichaltrigen, Älteren und Jüngeren auseinandersetzen, ihre Meinung vertreten und Verantwortung übernehmen.
Wichtige personale Kompetenzen sind zum Beispiel:
o eine stabile Ich-, soziale und kulturelle Identität
o ein positives Selbstkonzept, Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein
o Frustrationstoleranz
o Selbstreflexion und Selbstregulation
Soziale Kompetenzen sind Fähigkeiten, welche Grundvoraussetzung für das Miteinander im sozialen Zusammenleben ist. Die Erfahrung, Verständnis entgegengebracht zu bekommen, aber auch Grenzen einzuhalten, Vorschläge einzubringen und anzunehmen, eine Streitkultur zu entwickeln und Toleranz zu leben ist sehr wichtig.
Soziale Kompetenz umfasst beispielsweise:
o die Fähigkeit und Bereitschaft auf andere zuzugehen
o Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer zu nehmen und seine eigenen Bedürfnisse eventuell zurückzustellen
o Regeln im sozialen Miteinander auszuhandeln und einzuhalten
o konstruktiv Kritik zu üben
Wissensvermittlung zur Bereicherung der kognitiven Kompetenz soll immer an der Neugierde und dem Interesse der Kinder orientiert sein.
Kognitive Kompetenz bezieht sich auf Basiswissen in verschiedenen Lebensbereichen der Kinder, wie zum Beispiel:
o naturwissenschaftliche Vorgänge und Zusammenhänge zu verstehen
o Umwelt, Kultur, Medien
o sich an demokratischen Prozessen zu beteiligen
Lernkompetenz beinhaltet das Wissen, wie man Wissen erwerben kann und die Fähigkeit zu lernen. Dies ist im Kinderhort vor allem bei den Hausaufgaben von großer Bedeutung.
Lernkompetenzen sind beispielsweise:
o Strukturierung der Arbeitszeit, der Arbeitsaufgaben und des Arbeitsplatzes
o das Wissen, wo man sich Informationen beschaffen kann
o die Entschlossenheit Fragen zu stellen
o Kulturtechniken (Lesen, Schreiben, Rechnen)
„Der Weg auf dem sich die Schwachen stärken, ist der gleiche wie der auf dem sich die Starken vervollkommnen.“
Projektorientiertes Arbeiten
Projektorientiertes Arbeiten ist für uns keine Methode, sondern ein didaktischer Grundsatz, wodurch wir uns gemeinsam mit den Kindern einem Thema widmen.
Impulsgeber für ein Thema können sowohl die Interessen der Kinder, als auch Impulse der Erwachsenen sein.
„Das Leben anzuregen – und es sich dann frei entwickeln zu lassen – hier liegt die erste Aufgabe des Erziehers.“
Ein Projekt ist …
o prozess- nicht ergebnisorientiert
o über einen längeren Zeitraum
o ganzheitlich und vielseitig
o kooperativ, forschend, entdeckend
o einmalig
o nachhaltig
Projektorientiertes Arbeiten basiert auf …
o Partizipation
o Selbsttätigkeit, Selbstorganisation, Eigenverantwortung
o Ko-Konstruktion
o ständigem Dialog zwischen Kindern/Erzieher*nnen, Erzieher*innen/Eltern und Erzieher*innen/Erzieher*innen
o gezielter Beobachtung
o Reflexion der Teilschritte und des Gesamtverlaufs
o Dokumentation des Verlaufs
o Vernetzung und Öffnung zum Gemeinwesen
Aktuelle Beispiele für die Umsetzung von Montessori-Projekten aus dem Kinderhort sind auf der Homepage www.montessori-regensburg.de nachzulesen.
Freizeitgestaltung
Wir achten im Wochen-, Monats- und Jahresturnus auf eine Ausgewogenheit zwischen Frei(e)zeit, Aktionen und Angeboten, Projekten, Festen und Feiern.
„Das Interesse des Kindes hängt allein von der Möglichkeit ab, eigene Entdeckungen zu machen.“
Frei(e)Zeit
Frei(e)Zeit ermöglicht dem Kind Aktivität und Eigeninitiative, bei dem sich das Kind allein oder mit anderen Kindern intensiv beschäftigt und sich dabei durch Eigentätigkeit selbst bildet.
Das Spiel ist die angemessene Form kindlicher Auseinandersetzung mit der Welt. Im Spiel verarbeiten Kinder ihre Eindrücke, nehmen unterschiedliche Rollen ein, entwickeln Fähigkeiten und Fertigkeiten, üben Kooperation, Toleranz und Frustrationstoleranz, zeigen Eigeninitiative, lernen mit Langeweile umzugehen und vieles mehr.
Frei(e)Zeit nimmt im Kinderhort einen hohen Stellenwert ein und ist von großer Bedeutung. Wir beobachten und begleiten die Kinder in dieser Zeit, stellen uns als Spielpartner*in zur Verfügung, moderieren, wenn nötig in Konfliktsituationen und ziehen uns zurück, wenn Kinder sich selbstständig zurechtfinden. Wir achten auf einen wertschätzenden Umgang miteinander und eine angenehme Atmosphäre.
Aktionen & Aktivitäten
Die Aktionen und Aktivitäten richten sich nach den Interessen und Bedürfnissen der Gruppe, welche auf den gezielten Beobachtungen des Teams basieren. Es werden sowohl Gruppenphasen, als auch der Jahreskreislauf berücksichtigt.
Unterschiedliche Angebotsformen, wie zum Beispiel offenes oder gebundenes Angebot, Werkstattarbeit oder Workshop bieten den Kindern die Möglichkeit neue Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erwerben oder Bestehende weiterzuentwickeln.
Montessori-Projekte
In unseren Montessori-Projekten werden Interessen der Gruppe oder aktuelle Themen aus der Lebenswelt der Kinder aufgegriffen. Die aktive Mitgestaltung aller Beteiligten (Kinder, Team, Eltern, ExpertInnen) und die Öffnung zum Gemeinwesen, unter Einbezug der näheren Umgebung, sind dabei wesentlicher Bestandteil.
Im stetigen demokratischen Prozess werden Entscheidungen getroffen und weiterentwickelt.
Feste & Feiern
Fester Bestandteil der kosmischen Erziehung sind auch Feste und Feiern im Jahreskreislauf. Die Entwicklung eines Gemeinschaftsgefühls bei gemeinsamen Feiern im Kinderhort, beziehungsweise zusammen mit Eltern und Geschwistern, sind für alle von großer Bedeutung.
Die Feier des eigenen Geburtstages, das Erleben des Geburtstagsrituals und das Gefühl, im Mittelpunkt zu stehen stärkt die Persönlichkeit des Kindes.
Wiederkehrende Feste im Jahreskreislauf sind beispielsweise Halloween, Nikolaus, Weihnachten, Ostern und das Sommerfest. Hierauf bereitet sich die Gruppe gemeinsam vor. Wir gestalten zum Beispiel Räumlichkeiten um und dekorieren diese themenspezifisch. Die Familien engagieren sich, indem Sie Beiträge zu Buffets leisten oder sich als HelferInnen einbringen.
Das Gemeinschaftsgefühl wird aber auch durch die interaktive kreative Mitgestaltung in Form von Liedern, Spielen, Rallys, und vielem mehr gestärkt.
Zusammenarbeit mit Eltern
Aufnahmegespräche
Vor der Aufnahme eines Kindes in den Kinderhort findet ein Aufnahmegespräch zwischen Pädagog*innen und Eltern statt.
Hierbei geht es einerseits um die Rahmenbedingungen und die pädagogische Arbeit des Kinderhortes und andererseits um die Familie und das Kind, mit seiner Persönlichkeit, seinen Stärken, Schwächen, Interessen und Besonderheiten.
Dieser persönliche Kontakt ist uns sehr wichtig, um sich im Einzelgespräch persönlich kennenzulernen und auszutauschen.
Im Anschluss daran werden die Kinder zum Schnuppern in den Hort eingeladen, hier bekommen die Kinder die Möglichkeit Räumlichkeiten und Gegebenheiten im Hort kennenzulernen.
Entwicklungsgespräche
Mindestens einmal im Jahr und je nach Bedarf auch zweimal findet für jedes Kind ein Entwicklungsgespräch statt. Hierbei lädt entweder der/die Pädagog*in die Eltern ein oder die Eltern können von sich aus um einen Termin bitten. Jeder/Jede Pädagog*in ist für einen bestimmten Teil der Kinder und Familien zuständig. Auf Wunsch kann jedoch auch eine weitere pädagogische Mitarbeiter*in anwesend sein.
Inhalte des Gespräches sind die Persönlichkeit des Kindes, die Stellung in der Gruppe, Stärken und Schwächen, Interessen und Bedürfnisse, Spielverhalten, Lern- und Arbeitsverhalten bei den Hausaufgaben und aktuelle Situationen. Natürlich können die Eltern auch stets mit ihren Anliegen auf uns zukommen.
Elternabende
Im September/Oktober jeden Jahres findet der Anfangs-Elternabend statt. Inhalte hierbei sind die Vorstellung des Teams, das Kennenlernen der Eltern, die pädagogischen Inhalte, Aktuelles über das Hortjahr und die Elternbeiratswahl. Die Aufgaben des Elternbeirats sind den Hort zu unterstützen. Es finden jährlich ca. drei bis vier Elternbeiratssitzungen statt wo anstehende Festlichkeiten, Organisatorisches und finanzielles besprochen wird und gemeinsame Termine festgelegt werden.
Im zweiten Halbjahr findet bei Bedarf ein zweiter Elternabend satt. Hierbei wird entweder ein kleiner Rückblick über das vergangene halbe Jahr, ein Ausblick auf das kommende halbe Jahr oder ein pädagogischer Schwerpunkt und die geplante Ferienfreizeit vorgestellt.
Für alle interessierten neuen Eltern findet ein Info-Elternabend der Grundschule statt. Dort wird über das Konzept, die Rahmenbedingungen und die pädagogische Arbeit berichtet. Nähere Informationen und Eindrücke könne sich die Eltern dann am Tag der offenen Tür beschaffen oder durch unseren virtuellen Hort-Rundgang online auf sich wirken lassen. Außerdem ist dies eine Möglichkeit sich die Räumlichkeiten näher anzusehen und gezielt Fragen zu stellen.
Elternmitarbeit
Elternmitarbeit nimmt in der Montessori-Pädagogik einen großen Stellenwert ein. Auch montessori Regensburg e.V. kann nur durch das unermüdliche Engagement von Eltern und FörderInnen bestehen und sich weiterentwickeln.
Die Elternmitarbeit ist vertraglich verankert und somit für jede Familie verpflichtend. Die Eltern können sich entweder in einem der vielen Arbeitskreise von montessori regensburg e.V. einbringen oder direkt im Kinderhort.
Möglichkeiten für die Elternmitarbeit im Kinderhort sind zum Beispiel die Funktion des Elternbeirates, Erledigung von Besorgungen, Herstellung von Materialien, Reparaturen, Näh- und Waschaufgaben, Großputz, Unterstützung bei Festen und Feiern oder Einbringen von persönlichen Fähigkeiten.
Kooperation
Montessori regensburg e.V. bietet ein ganzheitliches Konzept von 0 bis 18 Jahren und darüber hinaus an. Dies erfordert Transparenz zwischen den Einrichtungen und ermöglicht den Familien einen problemlosen Übergang in den unterschiedlichen Lebensphasen ihres Kindes.
Zwischen den Einrichtungsleitungen und dem Vorstand finden regelmäßige Leitungstreffen statt. Hierbei werden gemeinsam Themen besprochen oder erarbeitet, welche sich auf das Gesamtkonzept von montessori regensburg e.V. beziehen.
Montessori-Kinderhäuser
Der Kontakt zu den Montessori Kinderhäusern ist uns sehr wichtig, da viele Kinder die Montessori Grundschule und den Montessori Kinderhort besuchen. Der Austausch mit den Montessori-Pädagog*innen kann eine Hilfestellung bieten, um für die Erstklässler*innen den Übergang von Kinderhaus zu Grundschule und Kinderhort zu erleichtern. Beispiele hierfür sind die Schulhausreally, oder ein gemeinsames Frühstück im Kinderhort.
Montessori-Grundschule
Der wichtigste Kooperationspartner ist für uns die Montessori Grundschule, da die Kinder am Vormittag die Schule und anschließend am Nachmittag den Kinderhort besuchen.
Hierbei sind einerseits organisatorische Absprachen nötig, um für einen reibungslosen Tagesablauf zu sorgen und andererseits individuelle Absprachen bezüglich jedes einzelnen Kindes.
Mindestens einmal jährlich findet mit jeder Lehrkraft der Grundschule ein Kooperationsgespräch über die Hortkinder der Gruppe satt. Inhalte sind zum Beispiel die Persönlichkeit des Kindes, das Lern- und Arbeitsverhalten, der aktuelle Wissensstand, die Fördermöglichkeiten und vieles mehr.
Des Weiteren nehmen wir am „Runden Tisch“ teil. Bei diesen Gesprächen treffen sich Lehrkraft, Eltern, Hort-Pädagog*in und gegebenenfalls Schulbegleitung und Therapeut*innen, um gemeinsam zum Wohle des Kindes dessen Entwicklung individuell zu unterstützen und zu begleiten.
Montessori-Mittelschule & Fachoberschule
Für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Mittelschule und Fachoberschule bieten wir Hospitations- und Praktikumsplätze an, sodass sie in das Arbeitsfeld des/der Erzieher*in einen Einblick bekommen können.
Außerdem wurden schon mehrmals Informationsveranstaltungen wie der Tag der offenen Tür oder Elternabende durchgeführt, um den Kinderhort mit seinen Räumlichkeiten, Rahmenbedingungen, Tagesablauf, pädagogischen Angeboten, und vielem mehr vorzustellen.
Fachakademie für Sozialpädagogik
Um zukünftigen Erzieher*innen und Sozialpädagog*innen einen Einblick in die Arbeit des Kinderhortes zu geben, arbeiten wir mit der Fachakademie für Sozialpädagogik und der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg zusammen, indem wir bei Bedarf Raum für Informationsgespräche bieten und den Studierenden als Praktikumsplatz zur Verfügung stehen.
Amt für Tagesbetreuung von Kindern
Das Amt für Tagesbetreuung lädt regelmäßig zur freien Träger Konferenz ein. Dort werden aktuelle Themen die Kita relevant sind besprochen, Referenten werden eingeladen um Vorträge zu halten. Ebenfalls findet ein regelmäßiger E-Mail Austausch mit dem Amt für Tagesbetreuung statt.
Qualitätsentwicklung
Die Zufriedenheit unserer Hortfamilien liegt uns sehr am Herzen. Daher sind wir jederzeit für konstruktive Kritik zugänglich um die Qualität unserer Arbeit stetig zu verbessern. Zugleich geben wir auch regelmäßige Rückmeldung, um eine qualitative pädagogische Arbeit leisten zu können. Bei Bedarf bieten wir hierfür Elterngespräche und jederzeit Tür- und Angel-Gespräche an. Im Eingangsbereich befindet sich außerdem ein Eltern-Feedback-Kasten für anonyme Rückmeldungen.
Elternbefragung
Wir verstehen die Zusammenarbeit mit den Familien als Bildungs- und Erziehungspartnerschaft auf Augenhöhe. Neben dem gewählten Elternbeirat, laden wir alle Eltern ein, sich aktiv an der Qualitätsentwicklung unserer Eichrichtung zu beteiligen (z.B. durch Themenelternabende, Feedbackschleifen nach Projekten oder Mitwirkung an der jährlichen Konzeptionsfortschreibung). Transparenz über die Lernfortschritte des Kindes ist dabei die Basis unseres gemeinsamen Handelns.
Einmal jährlich eruieren wir durch einen Elternfragebogen, welcher anonym ausgefüllt und zurückgegeben werden kann, den Zufriedenheitsgrad bezüglich der Rahmenbedingungen (Öffnungszeiten, Ferienschließzeiten), der pädagogischen Arbeit (Erzieher*innen-Verhalten, Aktionen, Projekte), der Ausstattung und der Zusammenarbeit mit den Eltern.
Die Auswertung der Elternbefragung gibt uns einen breiten Überblick an Rückmeldungen über die Arbeit im Montessori Kinderhort. In der Reflexionsphase überprüfen wir, ob wir aufgrund der Rückmeldungen der Eltern etwas verändern, erneuern oder umgestalten sollten.
Eine Zusammenfassung der Auswertung wird an die Vorstände und den Elternbeirat des Kinderhortes weitergegeben.
Fachliteratur
Für unsere Konzeption wurde folgende Fachliteratur mit einbezogen:
- Maria Montessori – Mit Kindern das Leben suchen; Herder Verlag
- Maria Montessori – Kinder sind anders; dtv Verlag
- Kosmische Erzählungen in der Montessori-Pädagogik; LIT-Verlag
- Leitungswissen Kita; Herder Verlag
- Beobachtung in der Montessori-Pädagogik; Herder Verlag
- Empfehlung für die pädagogische Arbeit in bayrischen Horten; STMAS
- Gemeinsam Verantwortung tragen. - Bayerische Leitlinien für die Bildung und Erziehung von Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit;
Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Frauen, Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus - Schlüssel Projektarbeit; ifp Staatsinstitut für Frühpädagogik, Ko-Kita
Sie können den Hort unter anderem am Tag der offenen Tür besichtigen und Fragen stellen.
1. Aufnahmeantrag:
Füllen Sie bis den Aufnahmeantrag aus und geben Sie diesen bis Ende März bei uns ab. Sie finden diesen in den Downloads.
2. Informationselternabend:
Sie erhalten eine Einladung zum Informationselternabend, an welchem Sie einen Einblick in die Räume und die Arbeit des Kinderhortes bekommen.
3. Schnuppernachmittag:
Alle Kinder werden zu einem Schnuppernachmittag eingeladen, um beim gemeinsamen Spielen den Kinderhort kennenzulernen.
4. Elterngespräch:
Bei einem Elterngespräch können offene Fragen geklärt werden und die jeweilige familiäre und berufliche Situation der einzelnen Familie besprochen werden.
5.Rückmeldung:
Per Post erhalten Sie im Mai eine Rückmeldung bzgl. einem Hortvertrag oder einer Absage aufgrund einer höheren Nachfrage als zur Verfügung stehender Hortplätze.
6.Eingewöhnung:
Ab 1. September kann sich Ihr Kind bereits in den Hort eingewöhnen, bevor Mitte September die Schule beginnt.
Das Team des Kinderhortes setzt sich aus zwei Sozialpädagoginnen und zwei Kinderpflegerinnen zusammen.
Die Stelle der Leitung umfasst 36 Stunden, die der anderen Fachkräfte 25 bis 30 Stunden.
In der Kernzeit (13.00 – 16.00 Uhr), wenn alle Kinder im Hort anwesend sind, sind alle pädagogischen MitarbeiterInnen direkt in der Gruppe. In der Ankunftszeit (11.20 - 13.00 Uhr) und in der Abholzeit (16.00 – 17.00 Uhr) verringert sich je nach Kinderzahl die Anzahl des Personals in der Gruppe.
Zweiwöchentlich findet eine Teamsitzung statt. Darin wird Organisatorisches und Inhaltliches besprochen und geplant, über pädagogische Grundsätze und deren Umsetzung diskutiert, Fallbesprechungen bezüglich der Kinder abgehalten und die gesamte Arbeit reflektiert.
Die Inhalte und Ergebnisse der Teamsitzungen werden schriftlich in einem Protokoll festgehalten.
Hortteam (Kopie)
Der Träger des Montessori Kinderhortes ist der Verein montessori regensburg e.V.
Zielgruppe: Kinder der Montessori Grundschule
Im Montessori Kinderhort werden ausschließlich Kinder der Montessori Grundschule aufgenommen. Das Einzugsgebiet ist sowohl der Stadtbereich Regensburg als auch der Landkreis, beziehungsweise die Nachbarlandkreise. Wir betreuen maximal 37 Kinder von der 1. – 4. Jahrgangsstufe, deren Eltern berufstätig sind und einen täglichen Betreuungsbedarf haben.
Grundpfeiler unserer pädagogischen Arbeit ist die konstante Kindergruppe, in welcher die Kinder Gemeinschaft erleben und ein WIR-Gefühl entsteht. Die Kinder haben in unserem Kinderhort die Möglichkeit, sich frei zu entfalten und ihre Selbstständigkeit wird gefördert. Durch gemeinsame Unternehmungen und Projekte wird der Gruppenzusammenhalt und das Zugehörigkeitsgefühl gestärkt.
Wir leben Inklusion – bei uns sind alle Kinder herzlich willkommen. Sowohl Kinder mit Behinderungen, Teilleistungsstörungen, Krankheiten und Allergien, als auch Kinder mit Hochbegabung. Die individuelle Begleitung eines jeden Kindes im stetigen Bezug zur Integration in die Gemeinschaft ist uns sehr wichtig.
Gesetzliche Grundlagen
Die Grundlagen für den Kinderhort sind das Bayerische Kinderbildungs- und –betreuungsgesetz (BayKiBiG) und das 8. Buch des Sozialgesetzes (SGB VIII).
Der Auftrag des Hortes ist wie folgt im SGB VIII verankert:
„Der Hort ist eine familienunterstützende und familienergänzende Einrichtung. Auftrag des Hortes ist die Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern ab der Einschulung bis zum Alter von 14 Jahren. […] Der Hort soll die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördern.“
(Vgl. §§ 1 und 22 SGB VIII)
Geschichte des Kinderhortes
Im September 1998 wurde der Montessori Kinderhort gegründet. Neben der Grund- und Hauptschule, welche bereits in der Gutenbergstraße in Regensburg untergebracht waren, wurde nun auch der Kinderhort in diesen Räumlichkeiten eröffnet.
Im September 2002 zogen sowohl die Montessori Schule als auch der Montessori Kinderhort in das ehemalige Benedektinerkloster im Schloss Prüfening. Seitdem ist der Montessori Kinderhort in den historischen Räumlichkeiten untergebracht.
Montessori-Pädagogik dient der Persönlichkeitsbildung
Jedes Individuum entwickelt sich – gemäß seinem inneren Bauplan. Eigenes Interesse ist der Hauptantrieb für Entwicklung und Lernen. Wir respektieren dieses Muster und fördern so Konzentration, Spaß am Lernen, Selbstbewusstsein und Selbständigkeit. Wir achten die Persönlichkeit der Kinder und schaffen ein Klima von Toleranz und Wertschätzung.
Die Entwicklung zulassen und fördern
Die Montessori-Pädagogik geht zurück auf die italienische Ärztin und Pädagogin Maria Montessori (1870-1952). In ihrer Arbeit mit Kindern beobachtete sie, dass... diese von sich aus neugierig, wissbegierig und lernwillig sind. In jedem Kind steckt ein »individueller Bauplan«, nach dem sich seine Entwicklung vollzieht.
»Hilf mir, es selbst zu tun« ist einer der zentralen Merksätze Maria Montessoris. Drei Prinzipien bilden die Grundlage ihrer pädagogischen Arbeit: · Individualität ·Selbsttätigkeit ·Ganzheitlichkeit
»Sensible Phasen« nutzen
Für jedes Kind gibt es Zeiträume, in denen Entwicklungsschritte besonders schnell und nachhaltig sind. Maria Montessori nennt diese Zeiträume »sensible Phasen«. Das Kind kann in dieser Zeit mit großer Intensität und Leichtigkeit lernen. Ein wesentliches Ziel der Montessori-Pädagogik ist es, diese lernbegünstigten Zeiten optimal zu nutzen.
Beste Bedingungen schaffen
Um die individuelle Entfaltung der Kinder bestmöglich zu gewährleisten, hat Maria Montessori die »Vorbereitete Umgebung« geschaffen. Die »Vorbereitete Umgebung« besitzt eine klare und erkennbare Ordnung und ermöglicht den Kindern damit eine hilfreiche Orientierung. Sie bietet Lern- und Arbeitsmaterialien für den jeweiligen Entwicklungsstand der Kinder und Freiraum zur Entfaltung verschiedener Aktivitäten.
Erziehen heißt Dienen
Unsere Aufgabe als Erzieherinnen in Montessori-Einrichtungen ist es, der kindlichen Entwicklung zu dienen und sie zu begleiten. Kinder erleben das Lernen als bedeutungsvoll für ihre eigene Person und ihr eigenes Leben. Sie gehen ihren Interessen nach. Unterstützen, begleiten und strukturieren statt eingreifen sind die Aufgaben der Lehrer. Unsere vornehmliche Aufgabe ist die Gestaltung einer ganzheitlichen Lernumgebung mit einer vertrauensvollen und liebevollen Atmosphäre. Wir hören den Kindern zu und beobachten sie. Wir gehen gezielt auf ihre Interessen und ihre Begeisterung ein. Wir sorgen für die Einhaltung der notwendigen Regeln, für den wertschätzenden und verständnisvollen Umgang miteinander und mit der Umgebung.
Der Weg zur humanen Leistung
Montessori-Erziehung fördert bewusst die Entwicklung der Persönlichkeit. Dazu gehört zuallererst, die eigenen Stärken und Schwächen kennen zu lernen, um sich so selbst besser einschätzen zu können. Wir fördern respektvoll den Leistungswillen des Kindes. In einer angstfreien Atmosphäre baut sich das Kind eine Vielfalt an Wissen, Können, Kompetenzen und Einstellungen auf.
Weiterführende Links zur Montessoripädagogik
Deutsche Montessori-Gesellschaft
Montessori Dachverband Deutschland e. V.
Grundgedanken der Montessori-Pädagogik
„Das innerste Problem der neuen Pädagogik besteht darin, jedem Kind das zu geben, was seine Gegenwart jeweils verlangt.“ (Maria Montessori)
Integration (heute Inklusion) ist mit der Gründung des Montessori-Vereins Regensburg 1994 als Satzungsziel formuliert. Darin sieht montessori regensburg einen pädagogischen Auftrag und eine bildungspolitische Verpflichtung. In der Satzung heißt es hierzu:
„Achtung vor der Einsicht in die Gleichwertigkeit aller Menschen. Jeder Mensch ist einzigartig und hat ein Recht auf Selbstbestimmung, Respekt, Würde, Bildung sowie die Verantwortung diese Rechte auch für andere zu gewährleisten.“ (Satzung, montessori regensburg e.V., Überarbeitung 2008)
In dieser Überzeugung integrieren wir Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen in unseren Einrichtungen und ermöglichen allen Kindern ein gemeinsames Lernen.
Mit dieser Zielsetzung ist montessori regensburg eine der Schulen, die das Anliegen des Montessori-Landesverband Bayern e.V.
„Montessorischule - eine Schule für alle“ seit vielen Jahren versucht zu verwirklichen.
„Integration heißt, dass Schüler/-innen verschiedener Altersstufen, Begabungen und Temperamente miteinander lernen können, mit verschiedenen Stärken und Schwächen und mit unterschiedlichem Lern und Entwicklungstempo.“ (Montessori- Landesverband, Positionspapier, Juli 2009)
Der Artikel 24 der UN-Konvention zur Förderung und zum Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderungen, den die Bundesregierung unterzeichnet hat, fordert ein „inklusives Bildungssystem auf allen Ebenen“. Menschen mit Behinderungen dürfen in Zukunft nicht mehr aufgrund von Behinderung vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden.
Menschen mit Behinderung sollen gleichberechtigt mit anderen Personen Zugang zu einem inklusiven hochwertigen Grundschulunterricht und einer entsprechenden Sekundarbildung haben.
Dabei müssen angemessene Vorkehrungen für die Bedürfnisse der Einzelnen getroffen werden und sie müssen die notwendige Unterstützung erhalten, damit die bestmögliche schulische und soziale Entwicklung möglich ist. (Vereinte Nationen, Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderung vom 13.12.2006)
Durch inklusive Pädagogik soll ein gemeinsames Leben und Lernen ermöglicht werden. Inklusive Leitprinzipien sind Chancengleichheit im Zugang zur Bildung und die individuelle Förderung bei individuellen Lernarrangements. Die Heterogenität der Menschen ist eine Selbstverständlichkeit und wird als Bereicherung erfahren. (Positionspapier des vds, Landesverband Bayern, 2009)
Das inklusive Schulmodell ist ein grundlegend humanistisches Anliegen,
„eine Art Zukunftsperspektive, vielleicht sogar eine Utopie“ (Reinhard Lelgemann, 2007) und diese Vision wollen wir umsetzen.
Basis für inklusives Arbeiten
- Die Jahrgangmischung in ihrer Heterogenität bietet die Chance für die individuelle Entfaltung des Einzelnen in sozialer Gemeinschaft.
- Das Prinzip der vorbereiteten Umgebung entspricht den individuellen besonderen Entwicklungs- und Lernbedürfnissen der Kinder.
- Das Zwei-Pädagogen-System ermöglicht eine differenziertere Beobachtung, unterstützende Begleitung und kooperative Reflexion.
- Pädagogen/-innen und Eltern entscheiden sich bewusst für eine Schule mit einem Konzept, das gemeinsame Erziehung und Bildung „für alle“ verwirklichen will.
- Pädagogen/-innen mit einer zusätzlichen pädagogischen Qualifikation (Montessori-Diplom, Heilpädagogische Qualifikation) stellen das Kind und seine Entwicklungsbedürfnisse in den Mittelpunkt.
- Als Schule in freier Trägerschaft stehen vielfältige Freiräume in der Wahl der Methoden und der Gestaltung der organisatorischen und inhaltlichen Seite des Unterrichts zur Verfügung.
Schulische Rahmenbedingungen / Organisation auf dem Weg zur Inklusion
Aufnahme in die Grundschule
- Aufnahme von Kindern mit unterschiedlichen Förderbedürfnissen.
- In der Regel ein bis zwei Kinder pro Jahrgang mit einem zum Zeitpunkt der Aufnahme festgestellten Förderbedarf durch ein pädagogisches Kompetenzteam und die entsprechenden Lehrkräfte in Zusammenarbeit mit der Einrichtung, die den Förderbedarf festgestellt hat.
- Verteilung dieser Schüler/-innen mit Förderbedarf auf alle Grundschulgruppen unter persönlichen und fachlichen Gesichtspunkten. Die Wünsche der Kollegen/- innen sollten nach Möglichkeit berücksichtigt werden.
- Für jeden Schüler/ jede Schülerin sollte vor der Aufnahme an die Montessori-Schule durch die Eltern und mit Unterstützung der Schule eine Schulbegleitung beim Bezirk Oberpfalz, beim Amt für Jugend und Familie oder beim Landratsamt Regensburg beantragt werden.
- In eine Gruppe soll nicht mehr als eine Schulbegleitung pro Kind (evtl. für zwei Kinder).
- Eltern von Kindern mit Förderbedarf müssen bereit sein, aktiv an der Förderung ihres Kindes mitzuwirken. Dies setzt insbesondere die Bereitschaft voraus, ggf. eine Schulbegleitung zu beantragen, die notwendigen diagnostischen Maßnahmen durch Fachpersonen durchführen zu lassen und am „Runden Tisch“ regelmäßig teilzunehmen.
Verfahren während der Grundschulzeit
- Wird im Laufe der Grundschulzeit ein Förderbedarf festgestellt, dann wird eine Diagnostik bzw. Einschätzung mit Unterstützung des Schulpsychologen/der Schulpsychologin veranlasst und in Absprache mit allen Beteiligten ein individueller Förderplan für das Kind erstellt.
- An einem „Runden Tisch“, der sich aus Therapeuten/-innen, Eltern, Schulbegleiter/-innen, Freiarbeitslehrer/-innen, Lehrkraft, evtl. Mobiler Sonderpädagogischer Dienst oder Schulpsychologen/-in, evtl. Hortleitung und Fachkräften aus der Mittagsbetreuung und verlängerten Mittagsbetreuung zusammensetzt, werden die gemeinsamen Förderziele vernetzt und besprochen. Die Lernziele für die kommenden Monate werden in Form eines Förderplanes dokumentiert. Der Förderplan wird in den Schülerakt abgeheftet und an die Inklusionsbeauftragte der Schule zur Kenntnis weiter gegeben. Dieser „Runde Tisch“ sollte nach Möglichkeit zweimal im Schuljahr stattfinden.
- Die Schule prüft gemeinsam mit den Eltern, ob das Kind aufgrund des diagnostizierten Förderbedarfs in der bisherigen Gruppe weiterhin gut integrierbar ist. Zudem wird mit den Eltern besprochen, ob die Unterstützung durch einen Schulbegleiter hilfreich sein könnte.
- Bei einem im Einzelfall erforderlichen Wechsel in einen anderen weiterführenden Schultyp findet ein Gespräch mit den Eltern spätestens am Ende der 3. Klasse statt.
- Eine Verlängerung der Grund- und Mittelschulzeit ist bei einem entsprechenden Beschluss durch den „Runden Tisch“ auch noch im letzten Grundschuljahr möglich.
Aufnahme in die Mittelschule
- Am Ende der Grundschulzeit wird in einem Förderplangespräch in Erweiterung des Brückengesprächs mit Unterstützung der Inklusionsbeauftragten der Schule der weitere Verlauf der Schullaufbahn besprochen.
- Seiteneinsteiger/-innen mit festgestelltem Förderbedarf werden zurzeit nicht aufgenommen.
Verfahren während der Mittelschulzeit
- An einem „Runden Tisch“, der sich aus Therapeuten/-innen, Eltern, Schulbegleiter/-innen, Freiarbeitslehrer/-innen, Klassenlehrkräften, Fachlehrer/-innen, evtl. Mobiler Sonderpädagogischer Dienst oder Schulpsychologen/-in, ggf. Fachkräften der offenen Ganztagsschule und eventuell mit dem Schüler zusammensetzt, werden die Lernfortschritte und gemeinsamen Förderziele vernetzt und besprochen. Die Ziele für die kommenden Monate werden in Form eines Förderplanes dokumentiert. Der Förderplan wird in den Schülerakt abgeheftet und an die Inklusionsbeauftragte der Schule zur Kenntnis weiter gegeben. Dieser „Runde Tisch“ sollte nach Möglichkeit zweimal im Schuljahr stattfinden.
- Es besteht die Möglichkeit, eine Verlängerung der Mittelschulzeit in den Jahrgängen 5/6 bzw. 7/8 aus pädagogischen Gründen zu beschließen. Dies erfolgt im Rahmen des „Runden Tisches“.
- Bei der Erstellung der Großen Arbeit werden Schüler/-innen mit festgestelltem Förderbedarf entsprechend unterstützt.
- Es wird ein verbindliches, praxisorientiertes Lernangebot für Jugendliche mit Förderbedarf angeboten. Dabei wird auf Inklusion geachtet, indem die Projekte teilweise auch Jugendlichen ohne Förderbedarf offen stehen. Eine weitere Möglichkeit zur Unterstützung für die Praktikumssuche und Begleitung bietet der Integrationsfachdienst ifd.
Folgende Inklusionsprojekte werden (oder wurden bereits) durchgeführt:
- In 5./ 6.: Pausenverkauf, Fahrradwerkstatt, Bau von Nistkästen und weitere Projekte (Assistenz des Hausmeisters, Assistenz der Hauswirtschaftlehrerinnen, Gartenarbeit, Unterstützung in der Verwaltung, Catering für Geburtstage, Feste usw.). Diese Angebote sind für Jugendliche mit Förderbedarf verbindlich.
- In 7./ 8.: Praxistag in einem dafür geeigneten Betrieb (Richtung Berufsorientierung) – der Verlauf des Praktikums wird präsentiert – die gemachten Erfahrungen werden verschriftlicht.
- In 9.: mindestens zwei Blockpraktika (je 14 Tage), um eine frühzeitige Beziehung zu Betrieben aufzubauen- das Praktikum wird in der Gruppe vorgestellt. Zudem erfolgt eine individuellere Betreuung während der Berufsberatung, insbesondere im Hinblick auf Angebote im Bereich der beruflichen Rehabilitation für Schulabgänger mit Förderbedarf (Ausbildung in einer überbetrieblichen Einrichtung, ausbildungsbegleitende Hilfen, Integrationsfachdienst – Berufsorientierung individuell (BI) usw.).
Räumliche und sachliche Bedingungen auf dem Weg zur Inklusion
- Die Räumlichkeiten und die Ausstattung ermöglichen differenzierte Lernangebote in Absprache mit Therapeuten/-innen, Mobiler Sonderpädagogischer Dienst, Schulpsychologen/-in, Schulbegleiter/-innen und Inklusionsbeauftragten der Schule.
- Es wird eine adäquate Ausstattung mit Lehr- und Lernmitteln insbesondere im Hinblick auf die erhöhten Anforderungen beim materialgeleiteten Lernen in heterogenen Gruppen sichergestellt.
Personelle Besetzung auf dem Weg zur Inklusion
- Es erfolgt eine gesicherte Unterstützung der Gruppenleitung durch einen qualifizierten Schulbegleiter (z.B. Klassenlehrer/-innen, Heilpädagogen/-innen, Therapeut/-innen, Erzieher/-innen, Kinderpfleger/-innen…) sowie eine interdisziplinäre Einbindung von Therapeuten/-innen und Fachdiensten.
- Zusätzlich steht eine qualifizierte Fachkraft sowohl für die Grundschule als auch die Mittelschule für besondere Projekte zur Verfügung.
- Entsprechend den besonderen Bedürfnissen der Schüler/-innen können zusätzlich Praktikanten/-innen bzw. FSJler oder Personen vom Bundesfreiwilligendienst eingesetzt werden.
- Die Montessori-Schule Regensburg hat einen Pool mit externen Therapeuten/-innen aufgebaut, die engmaschig mit der Schule zusammenarbeiten. Diese Experten können Eltern zur gezielten Förderung (ärztlich verordnet und über die jeweilige Krankenkasse finanziert) ihres Kindes von Seiten der Schule empfohlen werden.
Fort- und Weiterbildungen auf dem Weg zur Inklusion
- Die besonderen Anforderungen des gemeinsamen Unterrichts begründen einen spezifischen Bedarf an Fort- und Weiterbildungen und kollegialen Hospitationen für die beteiligten Pädagogen/-innen.
- Schulinterne Fortbildungen zu den Themen LRS, Dyskalkulie, ADHS und sonstigen Lernbeeinträchtigungen werden regelmäßig angeboten.
- Grundlegende sonderpädagogische Kenntnisse sowie didaktisch-methodische Kompetenzen im Hinblick auf Heterogenität können über externe und interne Fortbildungen erworben werden.
- Feste Ansprechpartnerin für Eltern, Pädagogen/-innen, Schulbegleiter/-innen und sonstige beteiligte Berufsgruppen ist die Inklusionsbeauftragte der Schule.
Elternarbeit
- Es erfolgt am ersten Elternabend eine Vorstellung dieses Konzepts und unserer Vision eines inklusiven Schulsystems für alle Eltern.
- Die Zustimmung der Eltern zum inklusiven Konzept erfolgt im Aufnahmevertrag.
- Ziel ist eine größtmögliche Transparenz im Hinblick auf die Aufnahme und Begleitung von Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf.
- Gemeinsames Ziel ist ein von Kommunikations- und Kooperationsbereitschaft geprägtes Zusammenwirken von Pädagogen/-innen, Therapeuten/-innen und Eltern.
- Die Eltern werden über die Entwicklung ihres Kindes wie auch der Gesamtgruppe, in die das Kind integriert ist, in Form des „Runden Tisches“ fortlaufend informiert.
- Es erfolgt zudem eine regelmäßige Thematisierung des Inklusionsauftrags bei Elternabenden und Auftaktveranstaltungen.