Den Übergang mit Montessori gestalten: Unsere Vorschule entdecken

Spielerisch lernen, Selbstständigkeit stärken und die Montessori-Pädagogik kennenlernen: In unserer Vorschulgruppe begleiten wir Kinder ab 5 Jahren auf ihrem Weg in die Schule. Erfahren Sie hier mehr über unser Angebot, alle Termine und die Anmeldung.

Grundschule mit 8 Klassen je 1.-4. Klasse gemischt

Kurzinfos zur Grundschule

  • Unterrichtszeiten:
    Klasse 1/2: Drei Mal bis 11:20, Zwei Mal bis 13 Uhr
    Klasse 3/4: 1 Mal bis 11:20, Vier Mal bis 13 Uhr
  • Kosten monatlich:
    294 € (Reduzierung bei weiteren Kindern)
    Aufnahmegebühr einmalig 200 €, nicht bei Übertritt von Montessori Kinderhaus
  • Ferientage:
    Bayerische Ferien
  • Anmeldezeitraum:
    Für das Folgeschuljahr ab September bis 31. Dezember des Vorjahres
  • Anmeldeformular:
    online hier

Mehr als eine Schule

Was ist in der Montessori Grundschule besonders?

  • offene Regale mit Entwicklungsmaterialien (Montessorimaterial) und eine kindgerechte Einrichtung
  • angenehme, entspannte Atmosphäre, in der sich die Kinder wohl fühlen und in der sie ständig Inspirationen finden
  • Kosmische Erziehung: Überblicke über große Zusammenhänge, bevor sie sich detaillierten Teilgebieten widmen, Aspekte aus der Astronomie, Geografie, Geologie, Biologie, Physik, Geschichte gehören ebenso dazu wie der Mensch mit seinen kulturellen Errungenschaften wie zum Beispiel der Religion, Kunst, Musik, der Schrift und der Mathematik
  • Jahrgangsmischung aller Klassen von 1-4 (8 Klassen mit je allen Jahrgangsstufen)
  • Waldtag in Frühling bis Herbst jede Woche mittwochs
  • Inklusion in nahezu jeder Klasse
  • Überwiegend Freiarbeit der Kinder mit festem, eigenem Arbeitsplatz an einem Tisch sowie der Wahl einen Arbeitsteppich zu nutzen
  • Nur Fächer, die bestimmte Fachräume benötigen (Sport, Musik, Werken und Textiles Gestalten) oder Angebote, bei denen bestimmte Altersgruppen zusammengefasst werden (wie Religion oder Englisch), werden im Stundenplan für ein Schuljahr festgelegt
  • Leistungsbewertung: ohne Noten, Brückengespräch, Leistungsbeschreibung in Jahresabschlussbrief
  • Individuelle Abschlussarbeit in der 4. Klasse mit Präsentation
  • Saisonale Basteltage
  • Gemeinsame Feiern von Festen und Geburtstagen
  • Wöchentlicher Besuch der hauseigenen Bücherei mit Ausleihmöglichkeit
  • Hausaufgaben werden als Wochenhausaufgaben erteilt (Bearbeitung von Montag bis Donnerstag oder Freitag)

Spielerisch den Übergang in die Schule gestalten

Unsere Vorschulgruppe richtet sich an Kinder ab 5 Jahren, die das Montessori-Konzept kennenlernen und erste Erfahrungen mit der Montessori-Arbeitsweise sammeln möchten.

Mit ausgewählten Montessori-Materialien, kreativen Übungen und einer vorbereiteten Lernumgebung fördern wir Neugier, Selbstständigkeit und die Freude am Lernen. Die Kinder können in ihrem eigenen Tempo arbeiten, Neues entdecken und erleben, wie Lernen nach Montessori funktioniert. Gleichzeitig bietet die Vorschulgruppe die Möglichkeit, unsere Schule kennenzulernen und herauszufinden, ob die Montessori-Pädagogik zu Ihrem Kind passt.

Termine

Informationsabend für Eltern
Donnerstag, 01. Oktober 2026, 19:00 Uhr

Beginn der Vorschulgruppe
Mittwoch, 21. Oktober 2026

Es stehen zwei Gruppen zur Verfügung:

  • 1. Gruppe: 13:30–15:00 Uhr - die “Waschbären”
  • 2. Gruppe: 15:30–17:00 Uhr - neuer Name wird von den Kindern demokratisch entschieden

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Für Kinder ab 5 Jahren
  • Betreuung durch zwei Lehrkräfte
  • Zwei Gruppen mit festen Zeiten
  • Kennenlernen der Montessori-Pädagogik und unseres Materials
  • Spielerische Vorbereitung auf den Schuleintritt

Einblicke

Anmeldung

Die Anmeldung für die Vorschule ist ab sofort möglich. Bitte wählen Sie im Anmeldeformular zunächst „Grundschule“ aus und geben Sie anschließend bei „Klasse“ die Vorschulklasse des gewünschten Schuljahres an.

> Hier zur Vorschule anmelden

Bei Fragen zur Vorschulgruppe können Sie sich gerne an Nina Guttenberger unter nina.guttenberger@montessori-regensburg.de wenden.

Die Kosten für Lehrkräfte und Materialien belaufen sich auf 55 € pro Monat.

Die Vorschule ist mit einer Frist von zwei Monaten zum Monatsende kündbar.

Kurze OGTS (Mittagsbetreuung)

Diese Betreuung ist ideal für die 1. und 2. Klasse, um die Tage, die nur bis 11.20 Uhr Unterricht sind, bis 13.00 aufzustocken. Dies betrifft je nach Klasse z.B. Mo/Di, Di/Do oder auch Do/Fr.

Zielgruppe: Grundschule Jgst 1 - 4

Öffnungszeit:
Montag bis Donnerstag von 11.20 Uhr bis 13.00 Uhr (ohne Mittagessen) oder wahlweise bis 14.00 Uhr (mit Mittagessen)

Freitag von 11.20 Uhr bis 13.00 Uhr bzw. bis 13.30 Uhr (IMMER ohne Mittagessen)

Gruppengröße: 2 Gruppen mit je max. 25 Schüler/-innen

Besonderheit: Tageweise buchbar, mind. 2 Tage pro Woche

Nutzung der Zeit: Spielzeit bei gutem Wetter draußen, bei Buchung bis 14 Uhr gemeinsames Mittagessen im Prüfeninger Schlossgarten, hier können die Kinder um 14 Uhr abgeholt werden

Raum: spezieller Raum für die Mittagsbetreuung und bei schönem Wetter Pausenhof, Mittagessen unten im Prüfeninger Schlossgarten

Anmeldung und Kosten: Die Anmeldung für die Mittagsbetreuung erfolgt immer mit einem Formular gleichzeitig mit der Schulanmeldung und dann jährlich etwa im Mai/Juni. Sie erhalten dazu dann von uns eine Email. In dem Anmeldeformular sind die aktuellen Kosten aufgeführt. Eine Anmeldung unterjährig (zum 1. eines Monats) ist nach Absprache und je nach freien Plätzen und Notwendigkeit immer möglich!

Weitere Infos finden sich im Konzept der kurzen Mittagsbetreuung und in dem Betreuungsvertrag in den Downloads zur Grundschule

AGs am Mittwoch

Zielgruppe: Grundschule Jgst 1 - 4

Öffnungszeit: Mittwoch, 11.20 bis 13.00 Uhr, keine Ferienöffnung

Gruppengröße: Verschieden je AG, es werden mehrere AGs aus den Bereichen Sport, Kunst und Musik uvm. angeboten

Besonderheit: nur mittwochs

Nutzung der Zeit: Spezielles Themenangebot der AG

Raum: je nach AG

Details zu den Arbeitsgruppen

  • Die Anmeldung zu den AGs erfolgt in den ersten zwei Wochen des Schuljahres. Hierzu gibt es ein Anmeldeformular, das vom Sekretariat zum Schuljahrbeginn per Email versandt wird. Alternativ werden die Anmeldebögen in Papier an die Schulkinder der Grundschule ausgeteilt.
  • Die Rückgabe der Anmeldung erfolgt an die Klassenleitung.
  • Es werden zwei Wunsch AGs mit 1. Wahl und 2. Wahl angegeben.
  • Die Zuteilung zu einer AG kann von den Kindern im Schulhauseingang am Schwarzen Brett Ende September/Anfang Oktober eingesehen werden.
  • Die AGs beginnen im Oktober und finden immer mittwochs zwischen 11.30 Uhr und 13.00 Uhr statt
  • 2023/24 kostet die Teilnahme pro Monat 20,00 Euro
  • Die Anmeldung erfolgt für das gesamte Schuljahr und kann nicht storniert werden
  • Eine AG ist je nach Thema für 10-30 Kinder etwa ausgelegt
  • Beispielthemen: Kunst, Entspannung, Yoga, Musik, Französisch, Drucken in der Schuldruckerei, Garten/Natur, Bewegungsspiele

Lange OGTS (Verlängerte Mittagsbetreuung)

Zielgruppe: Grundschule Jgst 1 - 4

Öffnungszeit: Montag bis Freitag, 13.00 bis 16.00 Uhr, keine Ferienöffnung

Gruppengröße: Max. 30 Schüler/-innen

Besonderheit: Tageweise buchbar, mind. 2 Tage pro Woche, Abholzeit fest um 16 Uhr, falls eine Betreuung von 11.20 bis 13.00 Uhr benötigt wird, ist die kurze Mittagsbetreuung zusätzlich zu buchen

Nutzung der Zeit: Essen und Hausaufgabenzeit, Spielzeit

Raum: spezieller Raum für die Mittagsbetreuung und bei schönem Wetter Pausenhof, Hausaufgaben in verschiedenen Klassenzimmern

Anmeldung und Kosten: Die Anmeldung für die Mittagsbetreuung erfolgt immer mit einem Formular gleichzeitig mit der Schulanmeldung und dann jährlich etwa im Mai/Juni. Sie erhalten dazu dann von uns eine Email. In dem Anmeldeformular sind die aktuellen Kosten aufgeführt.  Eine Anmeldung unterjährig (zum 1. eines Monats)  ist nach Absprache und je nach freien Plätzen und Notwendigkeit immer möglich!

Weitere Infos finden sich im Konzept der verlängerten Mittagsbetreuung und in dem Betreuungsvertrag in den Downloads zur Grundschule

 


Kontakt für alle Angebote: schule@montessori-regensburg.de

 

Hort

Der Hort ist eine familienergänzende Einrichtung aus einer festen Gruppe von Kindern, die täglich anwesend sind und auch die Ferientage miteinander verbringen.

Zielgruppe: Grundschule Jgst 1 - 4

Öffnungszeit: Montag bis Donnerstag, 11.20 bis 17 Uhr, Freitag 11.20 bis 16.30 Uhr, Mit Ferienbetreuung (30 Schließtage)

Gruppengröße: 37 Kinder

Besonderheit: Tägliche Anwesenheit, auch in den Ferien

Nutzung der Zeit: Essen, Hausaufgaben, Spielzeit, gezielte pädagogische Angebote

Raum: spezieller Raum für die Mittagsbetreuung und bei schönem Wetter Pausenhof, Hausaufgaben in verschiedenen Klassenzimmern

Weitere Infos finden sich in der Seite des Horts

Das sind wir

Sieben Grundschulgruppen mit je 25 Schüler/-innen, eine Gruppe mit 20 Schüler/-innen lernen tagtäglich in den Räumlichkeiten des Prüfeninger Schlosses in Regensburg. In jeder Gruppe arbeitet eine Lehrperson mit einer Freiarbeitskraft und eventuell einer zusätzlichen Schulbegleitung für die Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Unsere Klassen sind jahrgangsgemischte Gruppen. Wir sind eine staatlich genehmigte Schule, die neben der Montessori-Pädagogik mit dem staatlichen Lehrplan für bayerische Grundschulen arbeitet.

Unser Verständnis von Bildung

Ein achtsamer und respektvoller Umgang mit Kindern und Jugendlichen ist für uns oberstes Ziel. Wir begleiten und unterstützen die Kinder in ihrer Entwicklung und bei ihren Lernprozessen.

Unsere Rolle als Lehrperson

„Der Lehrer muss passiv werden, damit das Kind aktiv werden kann.“ „Nicht das Kind soll sich der Umgebung anpassen, sondern wir sollten die Umgebung dem Kind anpassen.“
(Maria Montessori)

Die Umgebung ist der Ort von dem die Lernimpulse ausgehen. Die Pädagogen/-innen haben die wichtige Aufgabe, diese vorzubereiten und dem Kind vorzustellen, d. h. ihm die Entwicklungsmaterialien mit großer Präzision zu zeigen. Die Pädagogen/-innen verstehen sich als Helfer, damit sich jedes Kind zu einer selbstständigen Persönlichkeit entwickeln kann. Sie zeigen Präsenz, beobachten und begleiten das Kind in respektvoller, zurückhaltender aber auch inspirierender Weise und stellen immer wieder den Bezug zum Kind her. Die Lehrkraft gibt Hilfestellung nur da, wo es nötig und gewünscht ist. Die Entwicklung des Kindes bestimmt das pädagogische Handeln.

Kosmische Erziehung

Natur und Kultur

Die Sterne, die Erde, die Gestirne, alle Formen des Lebens bilden in enger Beziehung untereinander ein Ganzes; und so eng ist diese Beziehung, dass wir keinen Stein begreifen können, ohne etwas von der großen Sonne zu begreifen! Keinen Gegenstand, den wir berühren, ein Atom oder eine Zelle, können wir erklären ohne Kenntnis des großen Universums. Welche bessere Antwort können wir diesen Wissensdurstigen geben?“ (M. Montessori, Kosmische Erziehung, S. 42)

Unsere Schule möchte den Kindern ermöglichen die Stellung des Menschen im Universum und in der Evolution des Lebens kennen zu lernen und zu begreifen, sowie einen Einblick in die Zusammenhänge aller Phänomene in der Natur zu gewinnen.

Die Kosmische Erziehung hat das Ziel, den Schülern eine Auseinandersetzung mit vielfältigen Sachthemen zu ermöglichen. Aspekte aus der Astronomie, Geografie, Geologie, Biologie, Physik, Chemie (in 5/6), Geschichte, … gehören ebenso dazu wie der Mensch mit seinen kulturellen Errungenschaften wie zum Beispiel der Religion, Kunst, Musik, der Schrift und der Mathematik. Dabei geht es uns nicht um das Auswendiglernen und das Anhäufen von Wissen, sondern um individuelle Erfahrungen und um das Wecken von Neugier und Entdeckerlust.

Drei Prinzipien sind von Bedeutung:

Die Orientierung am sinnlich erlebten Gegenstand: Die Kinder können die Phänomene der Natur und Kultur in die Hand nehmen, erfahren, erforschen, erkunden, um so einen direkten Kontakt zur Welt zu gewinnen.

Die Orientierung an der Ganzheit: Die Kinder bekommen immer wieder Überblicke über große Zusammenhänge, bevor sie sich detaillierten Teilgebieten widmen können (große und kleine Erzählungen).

„Einzelheiten zu lehren, bedeutet Verwirrung zu stiften. Die Beziehung unter den Dingen herzustellen, bedeutet Erkenntnisse zu vermitteln.“
(Maria Montessori, Kosmische Erziehung, S.125)

Orientierung an der Verantwortlichkeit des Menschen: Die Kinder lernen Zusammenhänge und Abhängigkeiten in der Natur und dem Kosmos kennen und haben so die Möglichkeit, die besondere und verantwortungsvolle Rolle des Menschen zu erlernen, zu verstehen und sie aktiv anzunehmen.

Grundlagen der täglichen Arbeit

Vorbereitete Umgebung

Mit der „vorbereiteten Umgebung“ schaffen wir Pädagogen/-innen ein Umfeld für die Kinder, damit sie zu einer tiefen Konzentration finden können, die notwendig für ihre Entwicklung ist. Das Material ist ein Helfer und Begleiter für die innere Arbeit des Kindes. Die Umgebung wird von uns Pädagogen/-innen mit großer Sorgfalt und Sachkenntnis vorbereitet.

Zur „vorbereiteten Umgebung“ gehören für uns Pädagogen/-innen nicht nur offene Regale mit Entwicklungsmaterialien und eine kindgerechte Einrichtung, sondern eine angenehme, entspannte  Atmosphäre, in der sich die Kinder wohl fühlen und in der sie ständig Inspirationen finden können. Damit das Arbeiten in einer solchen Lernumgebung gelingen kann, gibt es auch Regeln, die das soziale Zusammenleben bestimmen. Wir Pädagogen/-innen begleiten und unterstützen jedes Kind in seinem Entwicklungsprozess und geben Anregungen zur Erkundung und Erforschung der Natur und Kultur.

Sichtweise des Kindes

Bei uns steht das Kind mit seinen Entwicklungsbedürfnissen im Mittelpunkt des pädagogischen Handelns. Wir gehen davon aus, dass Kinder eigenständige Individuen auf ihrem Weg der Persönlichkeitsentwicklung sind und durch selbstständiges Handeln lernen. Jedes Kind ist eine eigenständige Persönlichkeit und wir wollen es je nach Entwicklungsstand in seinen jeweiligen Interessen unterstützen. Wir Pädagogen/-innen begleiten die individuellen Lernprozesse und bieten jedem Kind die Vielfalt der Montessori-Materialien an. Mit konkreten Gegenständen können unsere Kinder abstrakte Lerninhalte erkunden und begreifen.

Als Leitsatz der Montessori-Pädagogik für das Kind verstehen wir „Hilf mir es selbst zu tun“. Für das Schulalter möchten wir es noch ergänzen durch „Hilf mir, selbst zu denken“. Die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit vom Erwachsenen kann somit Schritt für Schritt entwickelt werden. Bei den Kindern werden verschiedene Freiheiten, die zur freien Wahl der Arbeit führen, ermöglicht. Freie Wahl des Materials, freie Wahl des Arbeitsplatzes, freie Wahl der Sozialform und freie Wahl der Zeit.

Diese Freiheit bedeutet für uns jedoch nicht, tun und lassen zu können, was man gerade will, sondern es bedeutet „Meister seiner selbst zu sein“. Das Ziel echter Freiheit ist für uns das selbstständige, eigenverantwortliche Kind.       

Jahrgangsmischung

„Unsere Schulen haben bewiesen, dass sich die Kinder verschiedenen Alters untereinander helfen; die Kleineren sehen, was die Größeren tun und bitten um Erläuterung (…), die Größeren werden zu Helden und Meistern und die Kleinen bewundern sie.“
(Maria Montessori)

Die Jahrgangsmischung ist ein wesentliches Merkmal unserer „Montessori-Schule für alle Kinder“. Durch das Zusammenleben in verschiedenen Altersstufen entsteht ein natürliches Umfeld, indem die Kinder und Jugendlichen sich in immer wieder wechselnden Rollen erfahren können. Ältere helfen Jüngeren und Jüngere achten den Wissensvorsprung der Älteren. Dies wirkt einer Fixierung von Rollen entgegen und hilft ein gutes Lern- und Arbeitsverhalten aufzubauen. Während in der Grundschule alle vier Jahrgangsstufen gemischt unterrichtet werden, umfassen die Mittelschulen jeweils nur zwei Jahrgangsstufen.

Inklusion

„Inklusion heißt, dass Schüler/-innen verschiedener Altersstufen, Begabungen und Temperamente miteinander lernen können, mit verschiedenen Stärken und Schwächen und mit unterschiedlichem Lern- und Entwicklungstempo.“
(Montessori- Landesverband, Positionspapier, Juli 2009)

Durch inklusive Pädagogik soll ein gemeinsames Leben und Lernen ermöglicht werden. Inklusive Leitprinzipien sind Chancengleichheit im Zugang zur Bildung und die individuelle Förderung bei individuellen Lernarrangements. Die Heterogenität der Menschen ist eine Selbstverständlichkeit und wird als Bereicherung erfahren. (Positionspapier des vds, Landesverband Bayern, 2009)

Das inklusive Schulmodell ist ein grundlegend humanistisches Anliegen, „eine Art Zukunftsperspektive, vielleicht sogar eine Utopie“ (Reinhard Lelgemann, 2007) und diese Vision wollen wir umsetzen.

Die Aufgaben der Pädagogen/-innen in der Freiarbeit

Unsere wichtigsten Aufgaben sind:
• liebevolle und achtsame Zuwendung
• Klarheit, Konsequenz und Ruhe im Umgang mit den Kindern
• die Unterstützung von Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und Selbstvertrauen beim Kind
• Achtung vor den kindlichen Bedürfnissen
• genaue Beobachtung der kindlichen Entwicklung und eine transparente Dokumentation
• vielfältige Angebote zum richtigen Zeitpunkt durch Darbietungen („Samen streuen und den Keim der Wissenschaften legen“)
• klare Grenzen setzen

Leistungsbewertung

„Arbeit ist notwendig. Es darf nichts anderes sein als eine Passion. Der Mensch ist nur glücklich, wenn er etwas leistet.“
(Maria Montessori)

Jedes Kind leistet seinen eigenen Selbstaufbau. Das Schulkind leistet etwas, indem es sich eigenaktiv mit einem Thema, einem Lerngegenstand auseinandersetzt. Aus dieser Grundaussage leitet sich unser Verständnis von Leistung ab; Leistung kommt aus dem Kind, ist dynamisch, dient der Persönlichkeitsentfaltung und ist kein Auslesekriterium.

Es ist selbstverständlich, dass Kinder in der Schule etwas leisten. Sie wollen und können Leistungen erbringen. Aber Leistung ist kein absoluter Begriff: Jedes Kind kommt mit unterschiedlichen Voraussetzungen in die Schule und startet folglich nicht bei null, sondern von seinem eigenen Entwicklungsstand aus. In unserer Schule kann jedes einzelne Kind seine Leistungsfähigkeit weiter entfalten. Ein einheitlicher, normierter Leistungsstand wird dabei nicht erzielt werden. Die erbrachte Leistung wird nicht an anderen Kindern oder einer, wie auch immer eher willkürlich festgesetzter Klassennorm gemessen, sondern in erster Linie am Kind bzw. der Sachlage selbst. Beobachtet und beurteilt werden die persönliche Anstrengung und der individuelle Lernfortschritt.

Das Kind darf Fehler machen. Wir alle machen Fehler. Ein Fehler ist kein Makel, sondern eine Chance im Lernprozess.

In unserer Schule gibt es verschiedene Arten von Leistungsbeobachtungen und Leistungsbewertungen. Der Lernfortschritt der Kinder wird schriftlich festgehalten. Über die Arbeit der Schüler/-innen führen die Pädagogen/-innen Aufzeichnungen. Diese dienen als Grundlage für die Leistungsbeschreibung, die in Form eines persönlichen Briefes an das Kind ausgegeben wird. In einem ausführlichen Brückengespräch zum Halbjahr findet in der Jahrgangsstufe 1-3 ein Austausch zwischen Kind, Eltern und Lehrperson statt. Außerdem erhalten die Eltern einen Einblick in den Lernfortschritt ihres Kindes durch den Besuch der Elternsprechstunde. Am Schuljahresende wird allen Kindern ein Abschlussbrief überreicht. Dieser enthält neben einer weiteren Leistungseinschätzung vor allem einen Rückblick auf die vielfältigen Erlebnisse und Erfahrungen, die die Schülerinnen und Schüler während des gesamten Schuljahres machen durften.

Höhepunkt am Ende der 4. Jahrgangsstufe ist die Präsentation der Abschlussarbeiten, welche von den Viertklasskindern über einen längeren Zeitraum vorbereitet wurden.

Bleiben die Kinder in der Montessori-Schule, findet gegen Ende des Schuljahres ein Übergabegespräch statt, an dem sowohl die Klassenleitung der Grundschule, die zukünftige Mittelschullehrkraft in 5/6 sowie die Eltern und das Kind teilnehmen.

In den Jahrgangsstufen 5-6 gibt es zum Halbjahr eine Rückmeldung zum Lern- und Arbeitsverhalten in Form eines sogenannten „Spiegelbriefes“ und zum Schuljahresende ein IzEL (= Information zum Entwicklungs- und Lernfortschritt).

Elternarbeit

Die Eltern sind die wichtigsten Bezugspersonen für die Kinder. Nur mit ihrer Zustimmung und Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit dem Kind, wie auch mit der Schule kann die Erziehungsarbeit in der Schule gelingen. Die Zusammenarbeit von Eltern und Pädagogen/-innen ist ein zentraler Baustein der Montessori-Schule. Unser Leitgedanke ist: „Wir reden miteinander und nicht übereinander“.

Wir wünschen uns, dass die Eltern die Montessori-Arbeit unterstützen, indem sie die Grundprinzipien mittragen und in ihren familiären Alltag mit einbeziehen.

Über verschiedene Angebote (z. B. AufTAKT-Veranstaltungen, Tag der offenen Tür, Homepage, …) können die Eltern Einblicke in die Montessori-Pädagogik gewinnen und sich informieren.

Freie Arbeit

Je nach Alter und Entwicklungsstand entwickelt das Kind Interesse für unterschiedliche Tätigkeiten, die seine Entwicklung fördern. Ein Grundprinzip der Montessori-Pädagogik ist die freie Wahl der Arbeit. Das Kind wählt das Material, die Sozialform, den Arbeitsplatz und die Dauer der Arbeit.

Die Aufgabe der Pädagogen/-innen während der Freiarbeit umfasst die Vorbereitung der Umgebung sowie das Beobachten, Darbieten, Interagieren, Kommunizieren, Dokumentieren und Helfen.

„Beim Kind Samen zu streuen und den Keim der Wissenschaft zu legen.“
(Maria Montessori, Kosmische Erziehung, S. 38)

Auch in den Jahrgangsstufen 5/6 kommt entwicklungsgemäß der Materialarbeit in den Bereichen Deutsch, Mathematik und Kosmische Erziehung noch große Bedeutung zu. Der beginnenden Pubertät wird im kommunikativen Umgang Rechnung getragen.

Fachunterricht

An der Montessori-Grundschule gibt es keine Festlegung der einzelnen Fächer. Die Inhalte der Fachperspektiven wie Deutsch, Mathematik, Kunst, Biologie, Geografie, … werden im täglichen gemeinsamen Unterricht, in Präsentationen, eigener Materialarbeit, eigenen Forschungen, Gesprächskreisen oder Projekten erarbeitet.

Nur Fächer, die bestimmte Fachräume benötigen (Sport, Musik, Werken und Textiles Gestalten) oder Angebote, bei denen bestimmte Altersgruppen zusammengefasst werden (wie Religion oder Englisch), werden im Stundenplan für ein Schuljahr festgelegt. Das kommt speziell in diesen Fächern den emotionalen und körperlichen Altersunterschieden entgegen. Darüber hinaus bietet dieses gruppenübergreifende Konzept den Kindern auch die Chance, Freundschaften über die eigene Gruppe hinaus zu schließen.

Wochenstruktur Grundschule

Die Kinder haben 22 Stunden Gruppenunterricht in der altersgemischten Lerngruppe. Sie beinhaltet den ganzen Mathematik- und Deutschunterricht sowie die Bereiche Kunst, Biologie, Geografie, Geschichte und einen Teil des Englisch- und Musikunterrichts.

Gebundener Unterricht findet in der Freiarbeit in einzelnen Situationen statt, so etwa bei Englisch-, Musik- und Kunsteinheiten. Außerdem gibt es Projekte und Angebotstage.

Fachunterricht gibt es in den Fächern Sport, Werken und Textiles Gestalten (WTG) und Religion. In diesen Stunden werden die Jahrgangsstufen 1 und 2 sowie 3 und 4 zusammengefasst. Musik und Englisch gibt es für die Jahrgangsstufen 3 und 4 getrennt.

Waldtag / Draußentag (Jahrgangsstufe 1-4)

Kinder erleben die Natur als "Kreativraum" z. B. durch Schnitzen, Gestalten mit Naturmaterialien, Bauen von Lagern, Arbeiten mit Naturmaterialien im Stil einer künstlerischen "Land Art".

Kinder erleben die Natur auch als "inspirierenden Raum".

Kinder lernen die Natur als "Sozialraum" kennen durch gemeinsames Arbeiten und als Ergänzung zur Arbeit im Klassenraum in der Freiarbeit. Die Bildung von Freundschaften über die Klassengrenze hinaus spielt hierbei eine sehr bedeutende Rolle.

"Keine Beschreibung, kein Bild, kein Buch kann das wirkliche Sehen der Bäume mit dem ganzen Leben, das sich um sie herum in einem Wald abspielt, ersetzen. Die Bäume strömen etwas aus, das zur Seele spricht, etwas, das kein Buch, kein Museum vermitteln könnte.“ (Gedanken zur Kosmischen Erziehung von Maria Montessori, S. 42)

Wir finden es gerade heute von großer Bedeutung, dass Kinder ihre Natur wieder mehr wertschätzen können. Schule soll als Lebens- und Erfahrungsraum erlebt werden, das heißt zum Beispiel mit den Elementen umgehen, ein Feuer machen und hüten, Wasser stauen und ein tiefes Loch  graben, um unterschiedliche Erkenntnisse zu gewinnen.

Besondere Angebote

Unser Ziel an der Schule ist, Kultur an der Schule leben und Schule nicht nur als Lernort, sondern auch als Lebensort zu erfahren. Hierzu gibt es an der Montessori-Schule verschiedene, vielseitige Aktionen wie zum Beispiel Bastel- und Thementage, die Aufenthalte im Schullandheim und im Walderlebniszentrum, Skitage, das Sport- und Spielefest, Autorenlesungen, Theater- und Museumsbesuche und vieles mehr. Die Arbeit in der Freinet-Druckerei, in der die Kinder ihre selbstgeschriebenen Geschichten setzen und vervielfältigen können, stellt ebenfalls eine Bereicherung unseres Schulalltages dar.

Außerdem feiern wir gemeinsam Geburtstage und verschiedene andere Feste im Jahreskreislauf und erleben uns damit immer wieder als tragfähige Klassen- und Schulgemeinschaft.

In den Jahrgangsstufen 5/6 versorgt eine inklusive Schülergruppe jeden Montag die gesamte Schule mit gesundem Pausenbrot.

Hausaufgaben

Hausaufgaben dienen in erster Linie der Übung und der Vertiefung des individuell erarbeiteten Lernstoffes. Trotz der vielen Übungsmöglichkeiten, die das Montessori-Material bietet, ist die häusliche Übung wichtig – bei dem einen Kind mehr, beim anderen weniger. Eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und Pädagogen/-innen ist dabei bedeutend. Hausaufgaben berücksichtigen den individuellen Entwicklungsstand des Kindes und sind in der Regel nicht für alle Kinder gleich. Sie werden überwiegend als Wochenhausaufgaben erteilt.

5 Schritte zur Aufnahme in die 1. Klasse

Das Anmeldeformular erhalten Sie online hier.

1. Schritt: Infoabend

Alle Eltern, die ihr Kind angemeldet haben, werden schriftlich zum Elterninformationstag Mitte Januar eingeladen. An diesem Abend erhalten sie einen umfassenden Einblick in unsere Schule und die Montessoripädagogik. Ihre ersten Fragen werden geklärt und der weitere Weg der Aufnahme wird vorgestellt.

2. Schritt: Hospitation und Gespräch

Damit Sie sich als Eltern ein Bild von unserer Arbeit mit den Kindern machen können, laden wir Sie zu einer Stunde während der Freiarbeit ein. Im Anschluss daran haben Sie die Möglichkeit sich mit der Gruppenlehrkraft über das Gesehene auszutauschen und noch ungeklärte Fragen zu stellen.

3. Schritt: Kindervormittag oder -nachmittag

Im Februar laden wir alle Kinder ein. Ihr Kind darf in einer Kleingruppe mit dem pädagogischen Team das Material kennenlernen und damit arbeiten. Während dieser Stunde steht Ihnen als Eltern ein Elterncafé offen, wo Sie die Gelegenheit haben mit anderen Eltern ins Gespräch zu kommen.

4. Schritt: Vertragliche Aufnahme

Alle Anmeldungen werden im pädagogischen Team vertraulich besprochen, ausgewertet und entschieden. Sollte ihre Aufnahme erfolgreich sein, erhalten Sie bereits eine Woche nach den Kindernachmittagen einen Vertrag von uns, der Ihnen einen Schulplatz zusichert.

Aufnahme in die 2.-4. Klasse

Sie können jederzeit eine Anmeldung online hier für einen Schulplatz abgeben. Die Schulleitung wird anschließend persönlich mit Ihnen Kontakt aufnehmen.

Anmeldungen für den Kinderhort

Unseren Anmeldeprozess für den Kinderhort für Grundschulkinder finden Sie hier.

Anmeldungen für Mittagsbetreuung und Arbeitsgruppen

Lesen Sie Infos über die Anmeldung zur Mittagsbetreuung.

Lesen Sie mehr über die Arbeitsgruppen.

Montessori-Pädagogik dient der Persönlichkeitsbildung

Jedes Individuum entwickelt sich – gemäß seinem inneren Bauplan. Eigenes Interesse ist der Hauptantrieb für Entwicklung und Lernen. Wir respektieren dieses Muster und fördern so Konzentration, Spaß am Lernen, Selbstbewusstsein und Selbständigkeit. Wir achten die Persönlichkeit der Kinder und schaffen ein Klima von Toleranz und Wertschätzung.

Die Entwicklung zulassen und fördern

Die Montessori-Pädagogik geht zurück auf die italienische Ärztin und Pädagogin Maria Montessori (1870-1952). In ihrer Arbeit mit Kindern beobachtete sie, dass... diese von sich aus neugierig, wissbegierig und lernwillig sind. In jedem Kind steckt ein »individueller Bauplan«, nach dem sich seine Entwicklung vollzieht.

»Hilf mir, es selbst zu tun« ist einer der zentralen Merksätze Maria Montessoris. Drei Prinzipien bilden die Grundlage ihrer pädagogischen Arbeit: · Individualität ·Selbsttätigkeit ·Ganzheitlichkeit

»Sensible Phasen« nutzen

Für jedes Kind gibt es Zeiträume, in denen Entwicklungsschritte besonders schnell und nachhaltig sind. Maria Montessori nennt diese Zeiträume »sensible Phasen«. Das Kind kann in dieser Zeit mit großer Intensität und Leichtigkeit lernen. Ein wesentliches Ziel der Montessori-Pädagogik ist es, diese lernbegünstigten Zeiten optimal zu nutzen.

Beste Bedingungen schaffen

Um die individuelle Entfaltung der Kinder bestmöglich zu gewährleisten, hat Maria Montessori die »Vorbereitete Umgebung« geschaffen. Die »Vorbereitete Umgebung« besitzt eine klare und erkennbare Ordnung und ermöglicht den Kindern damit eine hilfreiche Orientierung. Sie bietet Lern- und Arbeitsmaterialien für den jeweiligen Entwicklungsstand der Kinder und Freiraum zur Entfaltung verschiedener Aktivitäten.

Erziehen heißt Dienen

Unsere Aufgabe als Erzieherinnen in Montessori-Einrichtungen ist es, der kindlichen Entwicklung zu dienen und sie zu begleiten. Kinder erleben das Lernen als bedeutungsvoll für ihre eigene Person und ihr eigenes Leben. Sie gehen ihren Interessen nach. Unterstützen, begleiten und strukturieren statt eingreifen sind die Aufgaben der Lehrer. Unsere vornehmliche Aufgabe ist die Gestaltung einer ganzheitlichen Lernumgebung mit einer vertrauensvollen und liebevollen Atmosphäre. Wir hören den Kindern zu und beobachten sie. Wir gehen gezielt auf ihre Interessen und ihre Begeisterung ein. Wir sorgen für die Einhaltung der notwendigen Regeln, für den wertschätzenden und verständnisvollen Umgang miteinander und mit der Umgebung.

Der Weg zur humanen Leistung

Montessori-Erziehung fördert bewusst die Entwicklung der Persönlichkeit. Dazu gehört zuallererst, die eigenen Stärken und Schwächen kennen zu lernen, um sich so selbst besser einschätzen zu können. Wir fördern respektvoll den Leistungswillen des Kindes. In einer angstfreien Atmosphäre baut sich das Kind eine Vielfalt an Wissen, Können, Kompetenzen und Einstellungen auf.

Weiterführende Links zur Montessoripädagogik

Deutsche Montessori-Gesellschaft

Montessori Dachverband Deutschland e. V.

Über Montessori Einrichtungsverbände

Montessori Österreich

Montessori Schweiz

Association Montessori Internationale (AMI), Amsterdam

Grundgedanken der Montessori-Pädagogik

„Das innerste Problem der neuen Pädagogik besteht darin, jedem Kind das zu geben, was seine Gegenwart jeweils verlangt.“ (Maria Montessori)

Integration (heute Inklusion) ist mit der Gründung des Montessori-Vereins Regensburg 1994 als Satzungsziel formuliert. Darin sieht montessori regensburg einen pädagogischen Auftrag und eine bildungspolitische Verpflichtung. In der Satzung heißt es hierzu:

„Achtung vor der Einsicht in die Gleichwertigkeit aller Menschen. Jeder Mensch ist einzigartig und hat ein Recht auf Selbstbestimmung, Respekt, Würde, Bildung sowie die Verantwortung diese Rechte auch für andere zu gewährleisten.“ (Satzung, montessori regensburg e.V., Überarbeitung 2008)

In dieser Überzeugung integrieren wir Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen in unseren Einrichtungen und ermöglichen allen Kindern ein gemeinsames Lernen.

Mit dieser Zielsetzung ist montessori regensburg eine der Schulen, die das Anliegen des Montessori-Landesverband Bayern e.V.

„Montessorischule - eine Schule für alle“ seit vielen Jahren versucht zu verwirklichen.

„Integration heißt, dass Schüler/-innen verschiedener Altersstufen, Begabungen und Temperamente miteinander lernen können, mit verschiedenen Stärken und Schwächen und mit unterschiedlichem Lern und Entwicklungstempo.“ (Montessori- Landesverband, Positionspapier, Juli 2009)

Der Artikel 24 der UN-Konvention zur Förderung und zum Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderungen, den die Bundesregierung unterzeichnet hat, fordert ein „inklusives Bildungssystem auf allen Ebenen“. Menschen mit Behinderungen dürfen in Zukunft nicht mehr aufgrund von Behinderung vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden.

Menschen mit Behinderung sollen gleichberechtigt mit anderen Personen Zugang zu einem inklusiven hochwertigen Grundschulunterricht und einer entsprechenden Sekundarbildung haben.

Dabei müssen angemessene Vorkehrungen für die Bedürfnisse der Einzelnen getroffen werden und sie müssen die notwendige Unterstützung erhalten, damit die bestmögliche schulische und soziale Entwicklung möglich ist. (Vereinte Nationen, Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderung vom 13.12.2006)

Durch inklusive Pädagogik soll ein gemeinsames Leben und Lernen ermöglicht werden. Inklusive Leitprinzipien sind Chancengleichheit im Zugang zur Bildung und die individuelle Förderung bei individuellen Lernarrangements. Die Heterogenität der Menschen ist eine Selbstverständlichkeit und wird als Bereicherung erfahren. (Positionspapier des vds, Landesverband Bayern, 2009)

Das inklusive Schulmodell ist ein grundlegend humanistisches Anliegen,

„eine Art Zukunftsperspektive, vielleicht sogar eine Utopie“ (Reinhard Lelgemann, 2007) und diese Vision wollen wir umsetzen.

Basis für inklusives Arbeiten

  • Die Jahrgangmischung in ihrer Heterogenität bietet die Chance für die individuelle Entfaltung des Einzelnen in sozialer Gemeinschaft.
  • Das Prinzip der vorbereiteten Umgebung entspricht den individuellen besonderen Entwicklungs- und Lernbedürfnissen der Kinder.
  • Das Zwei-Pädagogen-System ermöglicht eine differenziertere Beobachtung, unterstützende Begleitung und kooperative Reflexion.
  • Pädagogen/-innen und Eltern entscheiden sich bewusst für eine Schule mit einem Konzept, das gemeinsame Erziehung und Bildung „für alle“ verwirklichen will.
  • Pädagogen/-innen mit einer zusätzlichen pädagogischen Qualifikation (Montessori-Diplom, Heilpädagogische Qualifikation) stellen das Kind und seine Entwicklungsbedürfnisse in den Mittelpunkt.
  • Als Schule in freier Trägerschaft stehen vielfältige Freiräume in der Wahl der Methoden und der Gestaltung der organisatorischen und inhaltlichen Seite des Unterrichts zur Verfügung.

Schulische Rahmenbedingungen / Organisation auf dem Weg zur Inklusion

Aufnahme in die Grundschule

  • Aufnahme von Kindern mit unterschiedlichen Förderbedürfnissen.
  • In der Regel ein bis zwei Kinder pro Jahrgang mit einem zum Zeitpunkt der Aufnahme festgestellten Förderbedarf durch ein pädagogisches Kompetenzteam und die entsprechenden Lehrkräfte in Zusammenarbeit mit der Einrichtung, die den Förderbedarf festgestellt hat.
  • Verteilung dieser Schüler/-innen mit Förderbedarf auf alle Grundschulgruppen unter persönlichen und fachlichen Gesichtspunkten. Die Wünsche der Kollegen/- innen sollten nach Möglichkeit berücksichtigt werden.
  • Für jeden Schüler/ jede Schülerin sollte vor der Aufnahme an die Montessori-Schule durch die Eltern und mit Unterstützung der Schule eine Schulbegleitung beim Bezirk Oberpfalz, beim Amt für Jugend und Familie oder beim Landratsamt Regensburg beantragt werden.
  • In eine Gruppe soll nicht mehr als eine Schulbegleitung pro Kind (evtl. für zwei Kinder).
  • Eltern von Kindern mit Förderbedarf müssen bereit sein, aktiv an der Förderung ihres Kindes mitzuwirken. Dies setzt insbesondere die Bereitschaft voraus, ggf. eine Schulbegleitung zu beantragen, die notwendigen diagnostischen Maßnahmen durch Fachpersonen durchführen zu lassen und am „Runden Tisch“ regelmäßig teilzunehmen.

Verfahren während der Grundschulzeit

  • Wird im Laufe der Grundschulzeit ein Förderbedarf festgestellt, dann wird eine Diagnostik bzw. Einschätzung mit Unterstützung des Schulpsychologen/der Schulpsychologin veranlasst und in Absprache mit allen Beteiligten ein individueller Förderplan für das Kind erstellt.
  • An einem „Runden Tisch“, der sich aus Therapeuten/-innen, Eltern, Schulbegleiter/-innen, Freiarbeitslehrer/-innen, Lehrkraft, evtl. Mobiler Sonderpädagogischer Dienst oder Schulpsychologen/-in, evtl. Hortleitung und Fachkräften aus der Mittagsbetreuung und verlängerten Mittagsbetreuung zusammensetzt, werden die gemeinsamen Förderziele vernetzt und besprochen. Die Lernziele für die kommenden Monate werden in Form eines Förderplanes dokumentiert. Der Förderplan wird in den Schülerakt abgeheftet und an die Inklusionsbeauftragte der Schule zur Kenntnis weiter gegeben. Dieser „Runde Tisch“ sollte nach Möglichkeit zweimal im Schuljahr stattfinden.
  • Die Schule prüft gemeinsam mit den Eltern, ob das Kind aufgrund des diagnostizierten Förderbedarfs in der bisherigen Gruppe weiterhin gut integrierbar ist. Zudem wird mit den Eltern besprochen, ob die Unterstützung durch einen Schulbegleiter hilfreich sein könnte.
  • Bei einem im Einzelfall erforderlichen Wechsel in einen anderen weiterführenden Schultyp findet ein Gespräch mit den Eltern spätestens am Ende der 3. Klasse statt.
  • Eine Verlängerung der Grund- und Mittelschulzeit ist bei einem entsprechenden Beschluss durch den „Runden Tisch“ auch noch im letzten Grundschuljahr möglich.

Aufnahme in die Mittelschule

  • Am Ende der Grundschulzeit wird in einem Förderplangespräch in Erweiterung des Brückengesprächs mit Unterstützung der Inklusionsbeauftragten der Schule der weitere Verlauf der Schullaufbahn besprochen.
  • Seiteneinsteiger/-innen mit festgestelltem Förderbedarf werden zurzeit nicht aufgenommen.

Verfahren während der Mittelschulzeit

  • An einem „Runden Tisch“, der sich aus Therapeuten/-innen, Eltern, Schulbegleiter/-innen, Freiarbeitslehrer/-innen, Klassenlehrkräften, Fachlehrer/-innen, evtl. Mobiler Sonderpädagogischer Dienst oder Schulpsychologen/-in, ggf. Fachkräften der offenen Ganztagsschule und eventuell mit dem Schüler zusammensetzt, werden die Lernfortschritte und gemeinsamen Förderziele vernetzt und besprochen. Die Ziele für die kommenden Monate werden in Form eines Förderplanes dokumentiert. Der Förderplan wird in den Schülerakt abgeheftet und an die Inklusionsbeauftragte der Schule zur Kenntnis weiter gegeben. Dieser „Runde Tisch“ sollte nach Möglichkeit zweimal im Schuljahr stattfinden.
  • Es besteht die Möglichkeit, eine Verlängerung der Mittelschulzeit in den Jahrgängen 5/6 bzw. 7/8 aus pädagogischen Gründen zu beschließen. Dies erfolgt im Rahmen des „Runden Tisches“.
  • Bei der Erstellung der Großen Arbeit werden Schüler/-innen mit festgestelltem Förderbedarf entsprechend unterstützt.
  • Es wird ein verbindliches, praxisorientiertes Lernangebot für Jugendliche mit Förderbedarf angeboten. Dabei wird auf Inklusion geachtet, indem die Projekte teilweise auch Jugendlichen ohne Förderbedarf offen stehen. Eine weitere Möglichkeit zur Unterstützung für die Praktikumssuche und Begleitung bietet der Integrationsfachdienst ifd.

Folgende Inklusionsprojekte werden (oder wurden bereits) durchgeführt:

  • In 5./ 6.: Pausenverkauf, Fahrradwerkstatt, Bau von Nistkästen und weitere Projekte (Assistenz des Hausmeisters, Assistenz der Hauswirtschaftlehrerinnen, Gartenarbeit, Unterstützung in der Verwaltung, Catering für Geburtstage, Feste usw.). Diese Angebote sind für Jugendliche mit Förderbedarf verbindlich.
  • In 7./ 8.: Praxistag in einem dafür geeigneten Betrieb (Richtung Berufsorientierung) – der Verlauf des Praktikums wird präsentiert – die gemachten Erfahrungen werden verschriftlicht.
  • In 9.: mindestens zwei Blockpraktika (je 14 Tage), um eine frühzeitige Beziehung zu Betrieben aufzubauen- das Praktikum wird in der Gruppe vorgestellt. Zudem erfolgt eine individuellere Betreuung während der Berufsberatung, insbesondere im Hinblick auf Angebote im Bereich der beruflichen Rehabilitation für Schulabgänger mit Förderbedarf (Ausbildung in einer überbetrieblichen Einrichtung, ausbildungsbegleitende Hilfen, Integrationsfachdienst – Berufsorientierung individuell (BI) usw.).

Räumliche und sachliche Bedingungen auf dem Weg zur Inklusion

  • Die Räumlichkeiten und die Ausstattung ermöglichen differenzierte Lernangebote in Absprache mit Therapeuten/-innen, Mobiler Sonderpädagogischer Dienst, Schulpsychologen/-in, Schulbegleiter/-innen und Inklusionsbeauftragten der Schule.
  • Es wird eine adäquate Ausstattung mit Lehr- und Lernmitteln insbesondere im Hinblick auf die erhöhten Anforderungen beim materialgeleiteten Lernen in heterogenen Gruppen sichergestellt.

Personelle Besetzung auf dem Weg zur Inklusion

  • Es erfolgt eine gesicherte Unterstützung der Gruppenleitung durch einen qualifizierten Schulbegleiter (z.B. Klassenlehrer/-innen, Heilpädagogen/-innen, Therapeut/-innen, Erzieher/-innen, Kinderpfleger/-innen…) sowie eine interdisziplinäre Einbindung von Therapeuten/-innen und Fachdiensten.
  • Zusätzlich steht eine qualifizierte Fachkraft sowohl für die Grundschule als auch die Mittelschule für besondere Projekte zur Verfügung.
  • Entsprechend den besonderen Bedürfnissen der Schüler/-innen können zusätzlich Praktikanten/-innen bzw. FSJler oder Personen vom Bundesfreiwilligendienst eingesetzt werden.
  • Die Montessori-Schule Regensburg hat einen Pool mit externen Therapeuten/-innen aufgebaut, die engmaschig mit der Schule zusammenarbeiten. Diese Experten können Eltern zur gezielten Förderung (ärztlich verordnet und über die jeweilige Krankenkasse finanziert) ihres Kindes von Seiten der Schule empfohlen werden.

Fort- und Weiterbildungen auf dem Weg zur Inklusion

  • Die besonderen Anforderungen des gemeinsamen Unterrichts begründen einen spezifischen Bedarf an Fort- und Weiterbildungen und kollegialen Hospitationen für die beteiligten Pädagogen/-innen.
  • Schulinterne Fortbildungen zu den Themen LRS, Dyskalkulie, ADHS und sonstigen Lernbeeinträchtigungen werden regelmäßig angeboten.
  • Grundlegende sonderpädagogische Kenntnisse sowie didaktisch-methodische Kompetenzen im Hinblick auf Heterogenität können über externe und interne Fortbildungen erworben werden.
  • Feste Ansprechpartnerin für Eltern, Pädagogen/-innen, Schulbegleiter/-innen und sonstige beteiligte Berufsgruppen ist die Inklusionsbeauftragte der Schule.

Elternarbeit

  • Es erfolgt am ersten Elternabend eine Vorstellung dieses Konzepts und unserer Vision eines inklusiven Schulsystems für alle Eltern.
  • Die Zustimmung der Eltern zum inklusiven Konzept erfolgt im Aufnahmevertrag.
  • Ziel ist eine größtmögliche Transparenz im Hinblick auf die Aufnahme und Begleitung von Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf.
  • Gemeinsames Ziel ist ein von Kommunikations- und Kooperationsbereitschaft geprägtes Zusammenwirken von Pädagogen/-innen, Therapeuten/-innen und Eltern.
  • Die Eltern werden über die Entwicklung ihres Kindes wie auch der Gesamtgruppe, in die das Kind integriert ist, in Form des „Runden Tisches“ fortlaufend informiert.
  • Es erfolgt zudem eine regelmäßige Thematisierung des Inklusionsauftrags bei Elternabenden und Auftaktveranstaltungen.

Schulleitung

Osman Mestan

Schulleitung

Telefon 0941 600924-0

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Ulrike Sterr

stellv. Schulleitung / Jahrgangsstufenleitung 5-6

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Judith Kramer

Pädagogische Leitung der Grundschule

Telefon 0941 600924-22

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Mathias Volz

Jahrgangsstufenleitung 7-8

Telefon 0941 600924-0

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Barbara Bockschweiger

Jahrgangsstufenleitung 9-10 & Stellv. Schulleitung FOS

Telefon 0941 600924-0

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Schulverwaltung

Agnessa Schimpf

Assistenz Schulleitung / FOS

Telefon 0941 600924-11

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Mirjam Altmann

Verwaltung Schule / Personal

Telefon 0941 600924-0

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Anja Flor

Verwaltung Schule / Personal

Telefon 0941 600924-16

E-Mail schreiben

Einblicke in die Grundschule

Montessori Material Regale Grundschule
Grundschule Klassenzimmer Eichhörnchen
Grundschule Impressionen mit Mathematerial im Hintergrund und drei Schülerinnen zusammen
Nutzung der Tafel in der Grundschule, Montessori Umgang mit Schulhund
Morgenkreis Füchse Klassenzimmer Tafel Wochenaufgaben
Füchse Klassenzimmer
Grundschulklasse Igel Klassenzimmer Unsere Dienste und Buchstaben
Gehörschutz an der Wand für ablenkungsfreies Arbeiten wer es braucht, Teppich selbst putzen wenn was daneben geht
Gemeinsames Arbeiten in größerer Gemeinschaft am Boden
Kunst Grundschule
Grundschule Arbeitsblatt Johannes Itten Farbenlehre Primärfarben
Grundschule Farbenlehre erforschen
Emotionsunterricht
Aufgaben für unterschiedliche Jahrgänge besprechen
Grundschule Malen mit Pflanzenfarben im Innenhof
Grundschule malen mit Pflanzenfarben im Innenhof
Einpflanzen aktives Lernen am Tun
Geburtstagskalender von Grundschülern gestaltet
Grundschulklasse Igel mit Mathematerial
Eichhörnchenklasse gebastelter Baum mit Eichhörnchen
Kunstmaterialregal mit Acrylfarben, Wasserkasten, Kleber
Kunstraum mit Wendeltreppe und Kunstwerken an den Wänden
Kunstwerke verschiedene Schülerinnen und Schüler
Mathematik begreifen mit Montessorimaterial

Mathematik begreifen mit Montessorimaterial

Pausenhof Kinder Baum
Pausenhof Nestschaukel
Pausenhof Rutsche
Pausenhof Schaukel
Pausenhof Schaukeln Blick auf Schulgebäude
Pausenhof Schulgarten
Pausenhof Tipis
Pausenhof Wald und Bäume
Schuldruckerei Buchstaben
Schuldruckerei
Schüler Kickern
Walderlebnis
Winterdraußentag Dachse Waldtag am Mittwoch im Winter

Waldtag am Mittwoch im Winter

Spindgang
Sporthalle Sportunterricht
Vogel aufpäppeln mit Schulbegleitung

Jährlicher Schwimmkurs der 3. Klassen

Lernen in Kleingruppen mit Material auf dem Gang
Länderprojekt

Länderprojekt

Länderprojekt

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Prüfeninger Schloßstrasse 73c,
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Das Gebäude der Grundschule liegt nicht direkt an der Straße, ein Fußweg von etwa 5 Minuten führt zu dem alten Klostergebäude

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